Sonntag, 20. Januar 2013

Tod eines 2-jährigen

Eine Zeit lang hatte ich überlegt, ob ich diesen Post überhaupt schreiben sollte. Die Schlagzeile war mir zu aufreisserisch, das Geschehene emotional zu aufwühlend.

Auf der verkehrsberuhigten Hauptstraße belieferte ein Kleintransporter eine Apotheke und stand quer auf dem Gehweg. Dies geschah nachmittags, als der Gehweg von Fußgängern stark frequentiert war. Als die Be- und Entladearbeiten beendet waren, setzte der Fahrer seinen Transporter zurück, um auf die Hauptstraße zurück zu drehen. Zeitgleich hatte sich ein 2 ½ jähriger Junge von seinem Vater losgerissen, er stolperte, blieb vor dem Transporter liegen und wurde überfahren.

Nachdem eine zufällig vorbeikommende Ärztin die Wiederbelebung versuchte, verstarb der 2 ½ jährige im Krankenhaus.


Viele Menschen haben an der Treppe zur Apotheke, ganz in der Nähe, wo der Unfall geschehen war, ein Licht angezündet.






In der Mittagspause passiere ich häufig den Ort des Geschehens. Jedesmal bin ich bedrückt, deprimiert, fassungslos und trauere mit den anderen Passanten.

Kommentare:

  1. Wie schrecklich.... da beschleicht auch mich sofort ein beklemmendes Gefühl...Für alle Beteiligten, auch für den Fahrer des Transporters, etwas schlimmeres kann einem wohl kaum passieren...

    VG
    Micha

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  2. Das Patenkind meines Mannes, selber Mutter einer 2-jährigen Tochter, war Zeugin dieses fürchterlichen Geschehens und berichtete uns völlig geschockt darüber. Was bleibt ist Fassungslosigkeit und das Mitfühlen mit den Eltern und dem Unglücksfahrer.

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  3. Eine schlimme Geschichte lieber Dieter, ich bin fassungslos.
    Die armen Eltern und der Fahrer steht bestimmt unter Schock.
    Da fragt man sich nur warum....
    Liebe Abendgrüße
    Angelika

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  4. Ähnlich geschehen vor ein paar Jahren an der Post meines alten Wohnortes. Das Gittertor zum Hof war noch ewig und immer wieder frisch mit Blumen und kleinen Teddys geschmückt. Ich muss jedes mal daran denken, wenn ich auf einem Parkplatz mit Kinderbetrieb, z.B. vorm Supermarkt, rückwärts fahre. Ich gucke immer dreimal, ob irgendwo ein Kind - und sei es an der Hand eines Erwachsenen - unterwegs ist. Zum Glück hat man im PKW noch den Warnpiepser für hinten und einigermaßen Sicht. Aber ich bin auch schon Transporter gefahren. Da ist rückwärts haken ohne Einweiser immer ein Blindflug. Dabei gäbe es technische Hilfen genug. Andere Spiegel (bei LKW inzwischen wohl Pflicht), Warnsensoren, Kameras ...

    Schade, dass immer erst so schlimme Sachen passieren müssen, um so etwas ins Gedächtnis zurück zu holen.

    Grüße! N.

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  5. Deine Schilderung wirkt, als wäre es ein Film oder als gäbe es eine Vorherbestimmung. Es sei denn der Kleine lag ziemlich lange dort, weil er aus welchen Gründen auch immer nicht mehr hoch kam. Eine schreckliche Geschichte, Dieter, ich bin auch betroffen, obwohl ich weder den Jungen noch seine Eltern kenne. Dennoch solltest du dir überlegen, ob du den Post hier drin lässt, weil es tatsächlich wie eine billige Schlagzeile wirken und ein schlechtes Licht auf dich werfen könnte.
    Ich habe dich getagged und hoffe, du hast Freude daran.
    Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich dir
    Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  6. Oh je...schrecklich.
    Man denkt sofort immer an die eigenen Kinder und auch an das große Leid der Eltern...

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  7. Schlimm,da fehlen einem die Worte.Ich bin in Gedanken bei den Eltern des Kindes.
    LG
    Nicole

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  8. Diese Geschichte macht wirklich traurig. Ein so "unsinniger" Tod eines kleinen Menschleins, das noch das ganze Leben vor sich hatte...
    Wie schwer muss den Eltern dieser Verlust fallen - wie schwer wird das Geschehene aber auch auf dem Unglücksfahrer lasten. Ich wünsche beiden viel Kraft!

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  9. Hallo Dieter,

    auch dies ist Bestandteil des Lebens und Deinen Bericht finde ich sehr emotional. Ich denke auch immer gleich an die Eltern, welches Leid sie nun durchleben.

    Liebe Grüße von Senna

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  10. Lieber Dieter
    Wie traurig.... auch mich beschleicht ein beklemmendes Gefühl. Einfach tragisch, wenn ein Kind in diesem Alter sterben muss.
    Liebe Grüsse Yvonne

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  11. Wenn ein Kind stirbt, ist es ein Unglück, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Ich habe meinen Kindern immer eingeschärft an der Hand zu bleiben, so hanhaben wir es auch mit unserem Enkel. Auerdem muss man ihnen auch klar machen, wie gefährlich die Straße ist, damit sie von sich allein die Hand des Erwachsenen suchen.
    Schlimm in diesem Fall ist, dass sich der Vater ewig Vorwürfe machen wird, obwohl auch er nicht daran Schuld hat. Schlimm wenn so ein junges Leben, welches noch alles vor sich hatte für immer ausgelöscht ist. Da kommen mir die Tränen.
    Liebe Grüße Ulrike

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  12. da weiß man wirklich nicht was man dazu sagen soll. Die Frage nach dem Warum liegt mir auf den Lippen - und gleichzeitig weiß ich dass es auf solche Fragen keine Antwort gibt. Es sind manchmal Sekunden die unser Leben auf einen Schlag verändern oder beenden können.
    Es ist gut wenn man sich das ab und zu mal bewusst macht.

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  13. Das Geschehene ist einfach für alle Seiten nur schrecklich und macht traurig und nachdenklich. Ich hatte früher immer ein ungutes Gefühl, wenn ich am Kiga mit dem Auto zurücksetzen musste. Wie leicht sieht man ein Kind auf dem Dreirad nicht hinter dem Kofferraum. Ich habe meist sehr lange das Treiben drumherum beobachtet, bevor ich zurückgesetzt habe.

    Liebe Grüße Arti

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