Samstag, 23. Februar 2013

offene Bücherschränke

Die Idee kam im Jahr 2002. Die Stadt hatte eine Bürgerstiftung gegründet. Diese veranstaltete einen Ideenwettbewerb, um das gesellschaftliche und kulturelle Leben zu bereichern. Darunter schlug eine Bonner Studentin, die an der Fachhochschule Mainz Architektur studierte, vor, offene Bücherschränke an ausgewählten Stellen der Stadt aufzustellen. Alle Bürger der Stadt wurden eingeladen, ihre Bücher mitzubringen und in dem Schrank zu hinterlegen. Ob Lustig oder Spannend, ob Roman oder Sachbuch, der Phantasie sollten keine Grenzen gesetzt werden. Jeder Bürger kann kostenlos, ohne Leihfristen oder anderweitige Vorgaben zur Ausleihe, diejenigen Bücher aus den Schränken heraus nehmen, die er gerne lesen möchte.


Winterlich verschneit, steht einer der Schränke an der Allee zum Schloss.


Genauso eingeschneit, steht der nächste in der Nähe des Rheins.




Ohne Schnee, ist der Rhein hier deutlich zu sehen.


Die Nähe zur Kirche wirkt genauso anziehend.


Einzelne Bücherschränke sind regelrechte Bibliotheken. Da fällt es auch nicht auf, falls jemand es ausnahmsweise vergessen sollte, das ausgeliehene Buch zurück zu geben.




Ein besonderer Blickfang ist die Telefonzelle, die die Partnerschaftsstadt Oxford spendiert hat.

Kommentare:

  1. Das ist eine tolle Idee Dieter, ich habe darüber im WDR Fernseh gesehen.

    Schönen Sonntag und liebe Grüße
    Angelika

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  2. ich finde die Idee sehr schön. Bei uns in Nürnberg habe ich auch schon einen öffentlichen Bücherschrank entdeckt. Er befindet sich im Eingangsbereich einer Gaststätte am Dutzendteich. Und der Bücherschrank wird auch gerne genutzt.

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  3. Wenn man ein Buch hineinstellt, darf man sich ein anderes mitnehmen und muss es nicht zwingend zurueckbringen. So ist die Regel. Ich habe den Schrank in der Poppelsdorfer Allee oft genutzt, es ist eine schoene Einrichtung. Leider gibt es bei uns hier so etwas nicht. Vielleicht sollte ich es mal anregen... Viele Gruesse!

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  4. Och, nun siehste mich mit verdutztem Gesicht auf die Fotos schauen....so viele Bücher noch dort drinnen. Das verwundert mich das nicht viel größere Lücken entstehen. Frage mich nun ob die Leute immer wieder zurückbringen oder im Tausch ein Buch mitnehmen oder ob gar nicht mehr so viel Interesse am Lesen besteht^^

    Ich finde es jedenfalls eine klasse Idee. In der Nähe wohnend wäre ich da auch oft zu finden. So quillt mein Bücherregal über, und ich bin immer mal wieder auf der Suche wenn ich über Flohmärkte laufe oder in Puerto in der Bücherkiste gucke. Ich bin da auch noch altmodisch, ein Buch muss in der Hand gehalten werden und aus Papier sein :-)

    Liebe Sonntagsgrüsse

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  5. Also die Idee ist wirklich super! Die Telefonzelle ist natürlich DER Hingucker, find ich auch! Wird denn dieses Angebot auch genutzt, oder sehen die Leute dort es eher als Möglichkeit ihre alten Schinken zu entsorgen? Werden die Bücher irgendwie gekennzeichnet? Um zu vermeiden beispielsweise, dass jemand her geht und sich welche nimmt und die dann bei ebay vertickt. Das wäre ja dann nicht im Sinne des Erfinders. Eine krass gute Idee aber!

    Liebe Grüße und noch einen entspannten, schönen Sonntag!
    N.

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  6. Ich hörte hierüber einen interessanten Bericht im Radio, und finde diese Idee einfach genial.
    Vielleicht kann man auch die Jugend wieder an das Lesen heranführen.
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Irmi

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  7. Im mehr Städte greifen wohl diese wunderschöne Idee auf. jedenfalls die Telefonzelle ist ein echter Hingucker.

    Viele Grüße Arti

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  8. Lieber Dieter,
    ich finde diese unbürokratische Buchverleihidee einfach super! In Österreich scheint das bisher noch nicht Schule gemacht zu haben - schade! (Und so ein Britentelefon, das hat natürlich Extra-Flair :o))
    Herzliche Rostrosen-Sonntagsgrüße, Traude

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  9. Ja das ist eine gute Idee gibt es bei uns nicht das könnte ich ja die Bücher reinstellen
    die bei mir im Kellerregal stehen.

    Gruß
    Noke

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  10. Hallo Dieter,
    toll dass ihr die offenen Bücherregale auch bei euch habt. Bei Moni neulich und bei Margarethe vor etwaws längerer Zeit habe ich so eine Telefonzelle voller Bücher im Blog gesehen. Dann erste bei uns nachgeforscht... Jepps, natürl gibt es das auch in Berlin, nur nicht so häufig wie erwartet. - Auch so eine Telefonzelle, aber ich war leider noch nicht dort. Dann haben wir noch Baumstämme, die zu Bücherregalen umgearbeitet wurden und im Prenzlauer Berg stehen. Das sind meine Fotos leider nicht so besonders geworden. Interessantes Recherche-Ergebnis: Seit 2002, denn das heisst ja, schon 11 Jahre... Bin selbst auf bookcrossing. com oder .de gestoßen. Kann sein, dass es noch früher gegründet wurde, aber bin mir jetzt nicht sicher. Auf jd. Fall haben wir die Möglichkeit immer weitere offenen Bücherregale einzurichten und bei bookcrossing zu registrieren. Es gibt sie z.B. auch in den Unis, an Plätzen wie Caféterien.

    Danke für deinen interessierten cmt.: Ich denke mal vom Thema her, hast du nicht so ganz getroffen. Zwar geht es auch um Abschiebung, aber Einreise war eig weniger ein Thema, snd wie die Flüchtlinge im Gastgeberland behandelt werden Mehr dazu in der Antwort in meiner KS ... Denn jeder Mensch ist ein Ausländer - nur nicht im eigenen Land... Mir würde es auch verdammt schwer fallen, in die Fremde zu gehen. Das Leben in einer fremden Stadt hat mir früher schon Angst gemacht. Auch heutzutage könnte ich mir nicht vorstellen, wie ich auf einem anderen Kontinent zurecht kommen könnte. Zumal die Aslybewerbungen von Menschen sind, die extrem schlimme Erlebnisse hinter sich haben.
    Beste Grüße zum Abend sendet dir Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  11. Hallo, in Mainz gibt es auch diese Bücherschränke und einige sind schon sehr alt, was sich auch leicht am Zustand absehen lässt. Dennoch werden sie stark frequentiert und ich bringe sehr viele Bücher dorthin, damit andere sie auch lesen können. Es kommt auch immer mal ein Austausch zustande, wenn gerade ein interessierter Leser oder eine interessierte Leserin da ist, die sich Auskünfte zu bestimmten Büchern erhofft. Immer sehr nett. Wenn ich mitbestimmen könnte, gäbe es noch viel mehr dieser offenen Bücherschränke, am besten über die ganze Stadt verteilt, damit jedem die Möglichkeit gegeben wird, zu lesen.
    Viele Grüße aus Mainz
    Annette

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