Samstag, 10. November 2012

St. Martin

Bin ich ein Muffel, wenn es um Feste und Traditionen geht ? Weihnachten ist mir zu kommerziell. Zur Karnevalszeit kann ich nicht auf Kommando in Fröhlichkeit ausbrechen. Beim Maibaumsetzen stört mich in unserem Ort der Krach und das Gegröhle. Die Prozessionen an Christi Himmelfahrt und Fronleichnam sind mir zu schwerfällig. Auch zu St. Martin musste ich mich aufraffen. Doch wie im letzten Jahr wurde mir klar, dass St. Martin nicht so überdreht oder sinnentfremdet ist wie andere Traditionen. Am Ende des Zuges konnte ich mitlaufen. Der St. Martins-Zug war einfach, unspektakulär. Sinn und Inhalt waren mit ihrem Ursprung erhalten geblieben.



Die Kinder sammelten sich auf dem Schulhof.



Jede Klasse hatte ihre eigenen Laternen gebastelt.



Vorbei ging es am Martinsfeuer.



Bunt und schön leuchteten die Laternen.





Laternen oder Kürbisse grüßten am Wegesrand.



Der Nachfolger der Hl. Martin von Tours ließ sich mit seinem roten Mantel bestaunen.



Nachdem die Kinder in ihrer Klasse den Weckmann erhalten hatten, begann das eigentliche Vergnügen: das Schnorzen. Die Kinder sangen an den Haustüren St. Martins-Lieder und erhielten Süßigkeiten.



Das war die Ausbeute, als wir zu Hause angekommen waren.

Nach St. Martin geht es nun mit Riesenschritten auf die Vorweihnachtszeit und das Weihnachtsfest zu.



Kommentare:

  1. ich habe es auch nicht so mit den Traditionen - und irgendwie habe ich es doch damit. Ich freue mich Morgen z.B. auf den Pelzmärtel oder auch Belzermärtl ;-) Ein Tag bei dem immer wieder Kindheitserinnerungen wach werden.

    Schön sind die Laternen - und eure Ausbeute :-)
    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht
    und ich wünsche euch einen schönen Belzermärtl-Tag *g*

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  2. Mein lieber Rainer
    St. Martin ist einfach schön. Glückliche Kinder, die stolz ihre selbstgebastelten Laternen tragen und singen.

    Gute Nacht
    Angelika

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  3. Aufgesetzte Fröhlichkeit mochte ich auch noch nie, und in D. schon keine Schützenfeste *würg*

    Schön finde ich es wenn Traditionen erhalten bleiben, vor allem wenn sie nicht aufgesetzt sind oder wie auch Sankt Martin. Erinnere mich noch allzu gut an meine Kindheit und das Laternelaufen.

    Nach hier ist es noch nicht rübergeschwappt...von daher heute kein Klingeln am Tor ;-)

    Schönen Sonntag und herzliche Inselgrüsse
    Nova

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  4. Hallo,

    Karneval brauch ich auch nicht unbedingt, da bin ich deiner Meinung. Aber bei dem Thema Weihnachten habe ich schon eine andere Meinung. Es bleibt doch jedem selbst überlassen, wie er " sein Weihnachtsfest" gestaltet. Ich finde man sollte Familientraditionen schon weiterführen und auch vermitteln. An St. Martin klingelt hier keiner, kenne ich auch nicht.

    Lg

    Barbara

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  5. Weihnachten ist DAS Familienfest für uns alle. Im Vordergrund steht das Treffen und gemeinsame Essen bei einem Familienmitglied. In diesem Jahr findet es bei uns statt, ich freue mich schon.

    Und wieso Rainer? War der ganze Dieter ein Fake, nicht nur der Blogname? *grübel*

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  6. "Bin ich ein Muffel, wenn es um Feste und Traditionen geht ? Weihnachten ist mir zu kommerziell. Zur Karnevalszeit kann ich nicht auf Kommando in Fröhlichkeit ausbrechen. Beim Maibaumsetzen stört mich in unserem Ort der Krach und das Gegröhle. Die Prozessionen an Christi Himmelfahrt und Fronleichnam sind mir zu schwerfällig. Auch zu St. Martin musste ich mich aufraffen."

    Nein bist Du nicht :) Ich dachte schon meinereiner sei in dieser Hinsicht ein wenig "spießig" aber ich bin beruhigt das es noch anderen Menschen so geht. Weihnachten allerdings ist das einzige Fest mit Tradition und das einzige Fest auf das ich mich unter Umständen richtig freuen kann. So wie dieses Jahr, die Familie endlich mal wirklich beisammen, Männe hat frei, Kind hat frei, und ich werde wohl auch mal frei haben. DAS macht dann wirklich Spaß.
    Aber alles andere mit Lärm Krach und Radau kann weit weit weg bleiben :)

    Schönen Sonntag noch
    Grüße
    Rebellin :)

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  7. Oh, die vielen Süßigkeiten.....ist sicher wie ein warmer Regen für euere Kleine! Das von HauszuHaus gehen erinnert mich ja fast ein wenig an Halloween, allerdings wird da ja nicht gesungen sondern mit dem Satz genötigt: "Süßes oder Saures" :)) da geht es am Martinstag schon etwas humaner zu :))
    Als ich noch Kind war, ab einem Alter von ca. 10 Jahren, war der Pelzmärtelabend der einzigste Abend des Jahres, wo ich nach Eintritt der Dunkelheit noch auf die Straße durfte... allerdings mit meinem etwas älteren Bruder. Die Buben hatten damals Karbid dabei und ihre helle Freude mit der Knallerei...(Silvesterknaller gabs damals noch nicht) ...das Ganze hieß dann "Pelzermärtel ärgern"...ich glaube kaum, dass meine Eltern wussten, dass einer der Feuerwerker ihr Sohn war.
    Bei Laternenumzügen bin ich mmer mitgelaufen, mit den Kindern und Enkeln... mit Streichhölzern im Marschgepäck, denn die Kerzen erloschen von Zeit zu Zeit :))

    Schönen Abend Dieter! Liebe Grüße von Zaunwinde

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  8. Das sieht nach einem ganz tollen Erlebnis aus. St. Martin wird bei uns nicht gefeiert. Im November gibt's bei uns einen "Räbeliechtli-Umzug". Die Kinder schnitzen für diesen Anlass ihre Räben und tragen sie am Abend beleuchtet durch's Dorf.
    Einen guten Wochenstart wünscht Dir Yvonne

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  9. Man muss nicht alle Traditionen mitmachen oder Sinn darin sehen Dieter :-)
    Ich bin ja nun gebürtige Rheinländerin und kann trotzdem mit Karneval so gar nichts anfangen *ggg*
    Aber Traditionen sind schon wichtig und deshalb bin ich froh, dass wenigstens andere sie aufrecht erhalten ;-)

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  10. O, erg mooi! Hier wordt st Maarten ook gevierd maar niet in alle provincies.

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