Samstag, 17. November 2012

auf den Spuren der Römer

Gegenüber Trier oder Xanten ist es ein blasser Abklatsch. Erst in den letzten Wochen ist es mir gelungen, die Überreste des Römerlagers zu entdecken. Ich musste suchen, was von der von Tacitus zitierten  „Castra Bonnensis“ übrig geblieben ist. Nichts ist ausgeschildert. „Zum Römerlager“ heißt eine Straße, die vermuten lässt, dass die Richtung stimmt. Zwischen Wohnblocks aus den 60er Jahren habe ich schließlich die Überreste der „Castra Bonnensis“ gefunden.




Zugegeben sind die Überreste eher schmal, mickrig und wenig spektakulär.


Auf dem Modell kann man sich die quadratische Gestalt des Römerlagers ansehen.



Gräber sind mit mächtigen Grabplatten zugedeckt.


Das Römerlager ist nicht deckungsgleich mit dem heutigen Stadtzentrum. Ein Grabstein markiert die Nordseite des Römerlagers.


Entlang des Rheins bauten die Römer ein System von Lagern. Jedes Lager lag 35 Kilometer voneinander entfernt, das war ein Tagesmarsch. Die Römerstraße führte zum nächsten Lager nach „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ – dem heutigen Köln.


Das Gründungsdatum wurde mit 11 v. Chr. festgelegt, als die Bezeichnung "Bonn" von den ansässigen germanischen Volksstämmen übernommen wurde. 1989 wurde zur 2000 Jahr-Feier ein Denkmal von Caesar errichtet. 


In der Nähe des Rheins wurde ein Lastenkran aus der Römerzeit nachgebaut.











Aus dem Rheinischen Landesmuseum wurde eine größere Anzahl von Grabsteinen aus der Römerzeit in die Rheinaue verlegt. In der Herbststimmung geben sie ein wunderbares Bild ab.

Kommentare:

  1. Finde ich toll das sie das gemacht haben. Passen wunderbar dort hin, man kann nur hoffen dass sie niemals dem Vandalismus zum Opfer fallen.

    Ich fand und finde die römische Geschichte immer wieder interessant, und jede noch so kleine Spur der früheren Geschichte sollte so wundervoll erhalten bleiben.

    Danke dir wieder einmal für den schönen Post und liebe Sonntagsgrüsse

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  2. Danke lieber Dieter für den Geschichtsunterricht.
    Die Grabplatten am Wegesrand sind optisch schön in die Natur intrigiert.
    Ich wandel gerne auf den Spuren der Geschichte, was schon in der Schule eines meiner Lieblingsfächer.

    Liebe Sonntagsgrüße
    Angelika

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  3. Die Burschen waren aber auch überall wo man hinsieht :)) Ich finde diese Geschichten aus dieser Zeit spannend und interessant.
    Danke für deinen Einblick! Herzlichst Zaunwinde

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  4. ok, mickrig aber trotzdem interessant. Und die Grabsteine sind ganz ansehnlich.

    Ich besitze ein Buch, einen Fuehrer zu vor- und fruehgeschichtlichen Denkmaelern am Linken Niederrhein. Du hast mich daran erinnert und ich werde es wieder einmal lesen muessen.

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