Montag, 1. April 2013

Altar der Stadtpatrone Cassius, Florentius, Masullius und Helena

In das Innerste der Dinge hinein schauen. In einer Kirche erscheint mir dies einfach: die Kirche betreten, und prompt würde ich überschüttet mit jede Menge religiöser Kunst. Die Einrichtung der Münsterkirche entfaltet ihre Symbolik. Umhergehen und die Kirche von innen betrachten: Ruhe und Stille ist eingekehrt, ich bin zur Langsamkeit gezwungen, das schnelle Tempo unserer Zeit zerrinnt zwischen, Statuen, Ornamentik und hohen Säulen. Ich verweile am Altar der Stadtpatrone.


Die Übersichtlichkeit und das homogene Gesamtbild faszinieren mich.


Engel posieren oben auf dem Altar vor den rosettenartig strukturierten Fenstern.


Im Zentrum des Altargemäldes stehen die Heiligen Stadtpatrone Cassius, Florentius, Masullius und Helena. Nach einer Legende hatte der römische Kaiser Maximinian im 3. Jahrhundert Heere ins Rheinland geschickt, um Aufstände niederzuschlagen. Da die Aufständischen Christen waren, weigerten sich Cassius und Florentius die Befehle zu befolgen. Daraufhin wurden sie hingerichtet. Zu Ehren von Cassius und Florentius wurde 691 eine erste Kirche unter der heutigen Münsterkirche gebaut. Im 12. Jahrhundert wurden außerdem die Heilige Helena und Masullius als weitere Stadtpatrone verehrt.


Darunter kann man das frühneuzeitliche Bonn erkennen.


Auf dieser Inschrift kann man das Fertigstellungsdatum 1710 und den Spender nachlesen, der das Geld für den Bau des Altars bereitgestellt hat: Heinz Eberhard Contzen.


Über diesen Reliquienschrein habe ich nichts recherchieren können.


Abschließend betrachte ich nochmals das geschlossene Gesamtbild des Altars.

Kommentare:

  1. Ein wunderschönes Gotteshaus Dieter, ich mag solche Kirchen und interessante geschichtliche Hintergründe.

    Liebe Grüße
    Angelika

    AntwortenLöschen
  2. Das war für mich interessant hier nachzulesen. Als Nicht-Rheinländer fällt einem zum Stichwort Erzbistum Köln als erstes natürlich der Kölner Dom ein. Die Münsterbasilika von Bonn wird da schnell mal vergessen. Danke für's daran erinnern.
    LG Calendula

    AntwortenLöschen
  3. Diese Kirche war mir nicht bekannt. Obwohl ich früher sehr
    oft in Bonn war. Danke für die gute Beschreibung.
    Einen schönen Restabend wünscht
    Irmi

    AntwortenLöschen
  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  5. Uiuiui Dieter, ich fühlte mich sofort in meinen Heimatkundeunterricht in der Michaelsschule 1961 versetzt!
    Beim dritten Märtyrer ist die nur ein Buchstabentausch passiert ( er heißt Mallusius).-
    Jetzt noch ein Post über die Mordkapelle, bitte! Den Namen fand ich als Kind sehr gruselig...
    Eine gute Woche!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  6. Schoenen Urlaub wuensche ich Dir, Dieter.
    Was die alten Roemer sich so alles haben einfallen lassen am Rhein, um die aufsaessigen Germanen in Schach zu halten.
    Ich kenne diese Bonner Kirche nicht, du hast mir ein sehr gutes Bild von ihr vermittelt.

    AntwortenLöschen
  7. Liebe friend, i love these fascinating altars, they touch my soul.
    Have a nice week.

    AntwortenLöschen
  8. Toll....sowas kann mich auch immer faszinieren. So mag ich einfach diese alten Künste. Mit wieviel Liebe sie gestaltet sind und so ausdrucksstark. Kann ich mir sehr lange anschauen und drin verweilen.

    Dir einen tollen Tag und liebe Grüssle
    Nova

    AntwortenLöschen
  9. Juten Tach, Dietaa (◠‿◠)
    Eine sehr schöne Kirche hast du dir heute ausgesucht. Ich finde den historischen Kontext solcher Gotteshäuser durchaus interessant. Danke für deinen cmt nebst Antwort. Bei dem Tanzverbot geht es eig nicht nur um die persönlichen Neigungen/Interessen, sondern inwieweit die christliche Religion uns als Land oder unsere Getze beeinflusst. Schließlich leben wir in keiner Religionsdiktatur sondern es sollte Religionsfreiheit herrschen. So wird aber ein Atheist in der Ausübung seines Lebensstils z.B. Freitags tanzen zu gehen gehindert...
    Gruss, Wieczora (◔‿◔)
    aus Wieczoranien

    AntwortenLöschen
  10. Einen wunderschönen guten Morgen, lieber Dieter!
    Der barocke Altar ist wirklich schön! Barock ist eine meiner Lieblingsepochen. Du darfst gerne mehr davon posten :)
    Ich wünsche Dir einen sonnigen Tag!
    Liebe Grüße,
    Claudia

    AntwortenLöschen
  11. Hej Dieter,
    zur Reliquie habe ich das gefunden:

    http://www.bonner-muenster.de/helena/reliquie.htm

    danach ist es eine Reliquie der Hl Helena. Die Kirchen und Klöster waren zu allen Zeiten auch Säulen der Kultur, die Handwerk und Kunst gefördert haben. Die Ehre des Gottes/ der Götter in anderen Religionen hat Menschen zu Höchstleistungen veranlasst.

    Nochmals danke für Deine Osterwünsche
    Beate

    AntwortenLöschen
  12. Eine reich geschmückte Kirche, schöne Aufnahmen.
    Wir waren am Ostersonntag in Bautzen, um die Osterreiter am Abend einreiten zu sehen.

    http://youtu.be/BLORdX5CkfQ

    Bautzen ist ja meine Geburtsstadt. Ich habe auch mal kurz in den Dom geschaut. Im Gegensatz zu dieser Kirch hier, ist sie eher bescheiden geschmückt. Sie ist eine Simultankirche, d.h. beide Konfesionen befinden sich drinnen, eine jeweils in einer Seite. Wenn ich wieder einmal in der Stadt bin, dann werde ich auch mal einige Aufnahmen machen. Am Sonntag jedoch waren schon viele Menschen da, da wollte ich doch nicht fotografieren.
    Ansonsten gehe ich ja wenoiger in die Kirche, weil wir nicht gläubig sind, nur mal zum Schauen.
    Liebe Grüße Ulrike

    AntwortenLöschen
  13. So kann man immer noch etwas dazu lernen. Ich war zwar viele Jahre zum Studium in Bonn, aber noch nie im Münster. Eigentlich gehe ich davon aus, dass Kath. Kirchen immer geschlossen sind. So habe ich definitiv etwas sehr Schönes verpasst.

    LG Arti

    AntwortenLöschen