Samstag, 29. Dezember 2012

Rolandsbogen

Der Weg durch den Wald war versponnen wie in einem Märchen. Den Fußweg entlang der B9 im Rheintal hatte ich verlassen, die niedrige Brücke unter der Bahnlinie, wo alle Nase lang ein Zug brauste, hatte ich unterquert. Der Fußweg zum Rolandsbogen, der aus 151 Metern Höhe in das Rheintal schaute, war kurz und heftig. Die Burg Rolandseck und der Drachenfels – im 12. Jahrhundert erbaut, sicherte dieses Burgensystem die Machtbereiche entlang des Rheins. Hier zwischen Rolandseck auf der linken Rheinseite und dem Drachenfels auf der rechten Rheinseite lagen die Außengrenzen der Kölner Erzbischöfe. Das Bollwerk der Burg Rolandseck hielt aber nur einige Jahrhunderte lang, denn im 15. Jahrhundert wurde sie zerstört. Stehen blieb die Ruine mit dem markanten Rolandsbogen, der bis heute erhalten blieb.


Der Weg zweigt an der stark befahrenen Bundesstraße ab.


Der kleine Weg aus Pflastersteinen schleicht sich durch den Wald.


Die Efeu-berankte Mauer lässt Märchenwelten aufleben.



  
Der kahle Winterwald ist fantastisch.



Ich passiere das Denkmal des Dichters Freiligrath. 1839 war der Rolandsbogen nach einem Sturm eingestürzt. Freiligrath organisierte Spenden, so dass der Rolandsbogen in den Folgejahren wieder aufgebaut werden konnte.


Noch eine niedrige Brücke, kurz bevor ich den Rolandsbogen erreiche.


Vom Fuß des Rolandsbogens blicke ich nach oben.


Weinstöcke erstrecken sich längs des Berghangs.





Von dieser Aussichtsplattform kann ich den gigantischen Ausblick auf den Rhein genießen.




Mit dem Wetter habe ich wahnsinniges Glück gehabt. Nachdem ich den Rolandsbogen mit blauem Himmel und Schäfchenwolken fotografiert hatte, begann es rund eine Stunde später zu regnen.


Gemeinsam mit dem Gemäuer des Rolandsbogens habe ich das Gegenstück auf der anderen Rheinseite fotografiert: den Drachenfels.


Ohne besondere Akzente, ist der Restaurantbetrieb auf Massen ausgerichtet.


Man kann auf dem Rolandsbogen heiraten, denn hier befinden sich die Räumlichkeiten des Standesamtes.


Der Rolandsbogen ist auch Motiv für die Malerei gewesen.

Kommentare:

  1. Lieber Dieter
    Das war nun wirklich ein toller Ausflug! Vielen Dank für die herrlichen Bilder und danke auch für den lieben Kommentar auf meinem Blog.
    Einen guten Rutsch in ein glückliches, gesundes 2013 wünscht Dir Yvonne

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  2. Lieber Dieter, das war ein schöner spannender Ausflug hoch oben über dem Rhein!
    Schönen Sonntag wünsche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

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  3. Wirklich ein wunderschöner Ausflug, so ist der Weg dorthin schon faszinierend (für mich mit meinen Augen die Natur betrachtend) und oben angekommen finde ich diesen Ausblick einfach nur toll. Da könnte ich auch lange verweilen und in die Runde schauen.

    Schade nur mit dem Restaurant, so hätte man doch dafür sorgen können dies es optisch schon dazupasst. Strahlt nicht gerade die Gemütlichkeit aus die man sich vorstellt.

    Danke dir für deinen Besuch dort oben....und kannste ja mal wieder sehen: Petrus hat es sehr gut gemeint mit dem Wetter^^

    Dir noch einen schönen Sonntag und herzliche Inselgrüssle
    Nova

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  4. Danke Dieter das ich Dich auf diesem geschichtsträchtigen Ausflug begleiten durfte.
    Die Geschichte von Drachenfels kannte ich, aber vom Rolandseck nicht, also wieder was gelernt.

    Schönen Sonntag und ♥ liche Grüße
    Angelika

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  5. Ein schöner Ausflug, solche alten Gemäuer gefallen mir.
    Auf dem kleinen gemalten Bild sieht der Betrachter aus, wie eine Ameise auf Beinen.
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie auch einen gut en Rutsch und ein gutes Jahr 2013,
    Grüße aus Sachsen, Ulrike

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  6. Das ist doch ein toller Ausflugstipp! Burg Drachenfels kenne ich, aber nicht den Rolandsbogen, was belegt, dass eine Reise an den Rhein immer wieder neue Erlebnisse bringt. :-)
    Bei solchen Ausflugszielen ist es wirklich schade, wenn denn alles, hier der Restaurationsbetrieb, nur auf Massen ausgelegt wird, der Charme der Umgebung geht dann immer etwas verloren. Das könnte man auch anders machen.

    Büdesheim ist ein Ortsteil von Schöneck, die beiden anderen Ortsteile sind Kilianstädten (dort wohne ich) und Oberdorfelden. Kilianstädten ist der hügelichste Teil der Gemeinde. Dort hättest du deine Freude am Radfahren, es geht ständige bergauf und bergab. *g*
    Zum Stadtrand von Frankfurt sind es etwas 20 km.

    Jetzt wünsche ich dir und deiner ganzen Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr, lasst es euch einfach gut gehen. :-)

    Liebe Grüße
    Christa


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  7. Hallo,

    ich möchte es nicht versäumen dir und deiner Fam. einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Macht es euch schön und lasst es euch gut gehn.

    Lg

    Barbara

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  8. Ach, wie schön war diese wanderung mit Dir darauf, die ich vor langer zeit u. anderer jahreszeit machte. Wunderschön u. DANKE! ;)

    Nun von jenseits von Afrika grüßend,
    Bine, die Dir u. Deiner familie einen schönen jahresausklang wünscht

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  9. Sooo schön! Die Rhein-Tour steht natürlich auch noch auf meiner To-Do-Liste....
    Herr Freiligrath sieht aus wie Karl Marx :-).
    Viele liebe Grüße

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  10. So schön deine Schilderung auch ist. Schade finde ich, dass du ein Foto der Selbstbedienungstheke machst und dies dann mit den Worten "auf die Massen" beschreibst. Das eigentliche Restaurant ist auf deinen Bildern gar nicht zu sehen und bei 40-50 Sitzplätzen würde ich nicht von Massen sprechen.
    Meine Erfahrungen sind jedenfalls andere. Vielleicht gibst du dem Rolandsbogen und auch der Gastronomie (ohne diese würde es den Rolandsbogen gar nicht mehr geben) eine neue Chance.

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