Sonntag, 7. Juli 2013

Graffiti-Kunst (3) - Unterführung in der Fußgängerzone

Es gibt Wandmalereien, die sieht man an unscheinbaren Orten, wo man unbemerkt an ihnen vorbei läuft. So haben Unterführungen etwas unwirkliches in zusammen gedrückten Strukturen. Die Wandmalereien erhellen vor dem Dunkel der Unterführung. Der Einfallsreichtum des Malers hat sich entwickelt  vor dieser obskuren, einzwängenden, düsteren, abweisenden Passage.


Der Überblick der Malereien verschaltelt sich vor den einzelnen Wänden.


Vor dem Rhein  geht es „Ab in die Mitte !“


Eine alte Rheinbrücke führt über den Rhein, die ich nicht kenne und die zur steinernen Geschichte geworden ist.


Der Fassadenmaler hat sich in dem Siebengebirge verewigt.



Das ist Kunst und Feingefühl und so gefällt es mir, wie sich Graffitis in die Gesamtkomposition einfügen.


Das ist ein Stück Bildung: die Heilige Gertrudis von Nivelles ist Schutzpatronin der Bonner Altstadt. Eine Belgierin aus der Nähe von Brüssel ? Das ist nicht das erste Mal, dass ich eine Verbindung vom heutigen Belgien ins Rheinland entdeckt habe.


Dieser Kopf darf in Bonn nicht fehlen: Beethoven.


Graffitis hängen über dem Straßenkehrer, der mir mit einer sauberen Stadt Freude bereitet.


Freude – Joy – Joie – all dies empfinde ich beim Betrachten der Wandmalereien.


Ratten sind Zeitzeugen des schwarzen Todes, worüber ich zu Köln einiges gelesen habe. Bonn haben sie wahrscheinlich nicht verschont.

Kommentare:

  1. Schön auch wieder von dir etwas zu lesen....und diese Wandmalereien finde ich auch sehr schön. So locker sie das Gesamtbild doch auf, daran sollten sie viel mehr Gemeinden ein Beispiel nehmen und solche Flächen zur Verfügung stellen. Schaut doch drei Mal besser aus als graue Betonwände und Co.

    Wünsche dir und deiner Familie einen schönen Sonntag und sende herzliche Grüsse

    Nova

    AntwortenLöschen
  2. Guten Morgen, Dieter, da hast du ja mal ein schönes Exemplar dieser Wandmalereien dokumentiert.
    Vor allem nach meinem Wien - Aufenthalt ist mir wieder aufgefallen, wie sehr mich diese Graffiti in meiner Stadt stören, denen auch immer wieder mein Haus zum Opfer fällt. So schnell kann man gar nicht hinterher ( und auch nicht bezahlen ), so dass für mich immer leicht der Eindruck von Vernachlässigung, Desinteresse, Missachtung aufkommt angesichts dieser Malereien.
    Auch Versuche, durch solch beauftragte & bezahlte Graffiti die erneuten Schmierereien zu unterlaufen, schlagen hier immer wieder fehl.
    So gerne ich es bunt habe, wünsche ich mir mehr Respekt vor den Bedürfnissen der anderen.
    Hier habe ich auch einen interessanten Post dazu gefunden:
    http://anders-anziehen.blogspot.de/2013/07/adressat-unbekannt.html

    Einen schönen Sonntag!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  3. Hui Dieter, das nenn ich mal wirklich Graffitikunst, das gefällt mir auch. Wunderbar anzuschauen und beschrieben.
    Denn manche Schmierereien sind fürchterlich.

    ☼ Sonntagsgrüße
    Angelika

    AntwortenLöschen
  4. Ja, diese Art von Wandmalerei erfreut jeden. ...sie fügt sich hervorragend in eine kahle gepflasterte Umgebung. LG MinaLina

    AntwortenLöschen
  5. Hej Dieter,

    das ist Graffitikunst am richtigen Platz! Nicht nur fotografisch, auch von Text her stimmen Dein Eindruck und meiner überein. Es ist übrigens eine psychologische Möglichkeit Menschen mit Platzangst Tunneldurchfahrten zu erleichtern, in dem man die Welt draußen auf den Wänden spiegelt. Das ist im Großen, was wir im Kleinen als Positivum bei dieser Unterführung spüren.

    Gruß aus Schweden
    Beate

    AntwortenLöschen
  6. Sehr ansprechend und auch gut durchdacht, an welche Wand welches Motiv gemalt wurde.

    Positiv auch, daß die Graffitis von der "Szene" offensichtlich respektiert werden, denn anscheinend hat ja (noch?) kein Schmierfink seine Krakel darüber geschmiert.

    Gruß Hans

    AntwortenLöschen
  7. Dieter, die Ratte hätte ich nicht gebraucht, aber sie gehört zum Leben.
    Die anderen Graffitis sind wahre Kunstwerke. Sie sind sehenswert. Schade,
    dass sie oftmals im verborgenen sind.
    Einen schönen Restsonntag wünscht Dir
    Irmi

    AntwortenLöschen
  8. Das sind Kunstwerke! Über solche Graffiti kann man sich nur freuen! Ist das von der Stadt in Auftrag gegeben worden, oder hatte sich das so entwickelt?
    LG Calendula

    AntwortenLöschen
  9. Solche Art Graffiti lasse ich mir gerne gefallen Dieter. So etwas verschönert tatsächlich sonst etwas triste Bauten :-) Toll, wenn die Motive die Stadt und die Umgebung wiederspiegeln. Aber auch die Ratte finde ich gelungen *ggg*

    AntwortenLöschen
  10. curt delander dein graffiti legt zeugnis ab von der wirklichen bonner altstadt,die am 18.okt. 1944 bei einem bombenangriff sehr stark zerstört wurde .der noch vorhandene rest an erhaltener bausubstanz wurde von kunstbanausen und ignoranten durch völligen abriss ausgelöscht.die gertrudiskapelle auf einem römischen ,,minerva tempel ,,in karolingischer zeit erbaut ,wurde trotz gutem erhaltungszustand ,ende der 50.ziger j. abgerissen.sie war der hl. gertrudis von nivelles geweiht ,einer belgischen nationalheiligen.sie war die erste äbtissin des klosters in nivelles.die stadt nivelles wurde von deutschen bomben 1944 völlig zerstört,dabei wurde auch die grabeskirche und der reliquien-schrein ....einer der ältesten gotischen schreine der welt völlig zerstört.die hl. gertrud war die patronin der bonner altstadt und der rheinschiffer und fischer.sie wurde angerufen bei mäuseschäden,darum die mäuse. sie hatte eine große bedeutung für die historische altstadt und befand sich in unmittelbarer nähe des beethoven-wohnhauses in der rheingasse nr.7 ,,,nähe der einfahrt in die tiefgarage der ,,rheinlogen. heute befindet sich hinter dem neubau der ,,rheinlogen ,in der vogtsgasse ein bildstock,der an die berühmte gertrudiskapelle und die 300toten bonner bürgerinnen und bürger erinnern soll. die reste der gertrudiskapelle befinden sich heute im bonner frauenmuseum im krausfeld 19.da die hl. gertrud die einzige hl. ist ,die bei der reformation als patronin der ,,landwirtschaft den sturz vom sockel überdauert hat wurde im frauenmuseum am 17.märz 2013 aus den trümmer-resten eine ökumenisch geweihte hauskapelle eingerichtet. krönender abschluss der wiederauferstehung der gertrudiskapelle aus der wirklichen altstadt in der ,,neuen altstadt,,der nordstadt,stiftete der wiener kardinal schönborn eine reliquie der hl. gertrud für die hauskapelle im frauenmuseum. sie gehört der st.marienkirche und wird im fr. museum an den wochenenden und feiertagen ausgestellt .jeden monat findet eine andacht in der kapelle statt.sie ist ein ort der besinnung der erinnerung und der andacht und wird jeden monat kulturell genutzt....siehe veranstaltungen im museum.

    AntwortenLöschen