Sonntag, 9. Februar 2014

Langeweile

Schon mehrere Tage lang drehe und wende ich meine Gedanken, ohne dass ein neuer Post dabei heraus kommt. Ich denke neu, verwerfe, lese nach, schreibe heraus, fühle mich überfordert mit der Flut von Informationen, die ich im Internet vorfinde. Ich drehe mich im Kreis, denn in meinem Kopf geistert ein Thema herum, zu dem schon jeder seinen Senf dazu gegeben hat. Auch meine Umgebung will nicht so Recht. Gleichgültig starre ich auf diesen zugepflasterten Platz. Langeweile lähmt mich. Der Michaelsplatz ist ungastlich, die Menschen verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind. Das einzige Glanzlicht des Platzes ist der Heilige, nach dem er benannt ist. 955 bei der Schlacht auf dem Lechfeld , in der die Ungarn besiegt wurde, baten die Feldherren um Schutz durch den Heiligen Michael.


Das eintönig verlaufende Muster der Pflastersteine  erzeugt Langeweile.


Pflanzkübel aus Beton lockern das Muster kaum auf.


Dass man an Rollstuhlfahrer gedacht hat, ist zwar lobenswert, aber gähnende Langeweile herrscht zwischen dieser plumpen Art des Betons. 


Mülleimer und Fahrradständer umrahmen diesen öden Platz.


Die plumpe Art der Blechsäule fügt sich in die Monotonie des Platzes ein.


Ausgeflickte Stellen reißen die Monotonie auf.


Bücherstube und Langeweile – gegensätzliche Ebenen schieben sich ineinander.


Die Wasserrinne zieht sich in derselben Langeweile bis auf den Michaelsplatz.

Kommentare:

  1. Ist das in Bad Godesberg? Kommt mir so bekannt vor, habe mal ein halbes Jahr dort gearbeitet. Langweilig trifft es ganz genau. Und öde. Aber vielleicht ist das ein und die selbe Bezeichnung.
    Sonntagsgruß vonner Grete

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  2. Langeweile finde ich mittlerweile einen wunderbaren Zustand. Denn in meinem Leben gibt das, was ich lange nicht kannte, nämlich die Langeweile, eine Leere aus der etwas Neues entsteht.
    Auf deinen Bildern sehe ich Eintönigkeit. Fertige, volle Eintönigkeit. Ob dort auch etwas Neues entstehen kann. Interessant. Ein Ort, an dem ich nicht sein wollte ... oder gibt er vielleicht gar eine prima Kulisse für Lebendiges?
    Ein interessanter Post.

    lieben Gruß
    Brigitta

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  3. Ach ja, das idyllische Godesberg ist so was von heruntergekommen. Und städtebaulich gesehen, haben sich dort viele nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ich mag gar nicht mehr hin, obwohl meine Schwiegermutter noch dort wohnt.
    Aber toll ist deine Idee, diese "Langeweile" zum Thema zu machen....
    Eine gute Woche!
    Astrid

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  4. Man kann Langeweile auch mit kreativer Pause gleichsetzen. Ein Zustand,
    der nicht negativ besetzt sein muss. Dein Post ist sehr interessant und
    nachdenkenswert.
    Einen schönen Sonntagabend wünscht dir
    Irmi

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  5. wenn ich die Bilder so betrachte frage ich mich ob es an den Pflastersteinen oder an der Leere liegt. Da fehlt irgendwie was.
    ja - Langeweile - das Wort passt.

    Lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  6. Ein interessanter Bericht Dieter, Langeweile trifft es auf dem Punkt.
    Irgenwie fehlt deinen Bildern das pulsierende Leben und die Menschen.


    Liebe Wochenstartgrüße
    Angelika

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  7. Finde den Platz auch recht langweilig. Da hätten die Stadtväter sich doch was anderes einfallen lassen sollen. Nicht attraktiv ist es kein Wunder wenn sich dort niemand aufhalten möchte.

    Tollen Wochenstart und herzliche Grüssle

    Nova

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  8. Vielleicht liegt es auch an der "ungastlichen" jahreszeit, könnte mir den platz mit blühenden blumenkübeln schon gut vorstellen, es hat wohl alles seine zeit ;)

    Eine gute woche wünscht
    Bine, bei der gerade die mandelbäume blühen ;)

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