Dienstag, 3. Dezember 2013

Monatsrückblick November

Persönliches
Einen Post zu schreiben oder zu erzählen stößt dort an seine Grenzen, wo die Persönlichkeitssphäre – bei Familie oder bei Freunden – betroffen ist. Das ist richtig so, dass die Persönlichkeit der Betroffenen zu schützen ist, aber insofern schade, weil sich die meisten Geschichten, in denen Leidenschaft steckt, im engeren Umfeld abspielen, so dass letztlich nichts darüber geschrieben wird. Ein Post hat mich zuletzt aber emotional sehr berührt, weil er genau die Persönlichkeitssphäre berührt: das ist Maritas persönliches Glück. Dieser Post steckt voller Emotionen, er ist wunderschön geschrieben. Ein klein wenig kenne ich das Geschehene, und Maritas Post hat mich genauso in einen emotionalen Höhenflug versetzt. Voller Leidenschaft habe ich diesen Post verschlungen und ich wünsche Euch für die Zukunft alles Gute !

ARD-Themenwoche zum Glück
Jede Menge Beiträge wurden in dieser ARD-Themenwoche gesendet, darunter Anke Engelke oder Til Schweiger im Fernsehen. Linda Zervakis (Tagesschau) oder Maike van der Boom (Glücksforscherin) waren es in den Radio-Talksendungen. Zentraler Glücks-Botschafter war Max von Hirschhausen, der in der einen Woche mindestens einmal täglich auf dem Fernsehbildschirm präsent war. Sehr berührt hat mich der Radio-Talk mit der Journalistin Sandra Roth, die eine Tochter mit einem sogenannten Vena-Galeni-Defekt zur Welt gebracht hat. Das Gehirn wird nicht in vollem Umfang heraus gebildet, da das Blut im Gehirn fehl geleitet wird. Sandra Roth war froh, dass dies erst im neunten Schwangerschaftsmonat festgestellt wurde, ansonsten hätte sie sich vielleicht gegen das Kind entschieden. Ihre Tochter ist behindert, sie kam blind auf die Welt, sie muss gefüttert werden und sie wird für den Rest ihres Lebens auf fremde Hilfe angewiesen sein. In den ersten drei Lebensjahren wurde sie insgesamt sieben mal operiert. Der Familie mitsamt dem zwei Jahre älteren Bruder gelang es, ihren Lebensrhythmus auf die behinderte Tochter/Schwester einzustellen. Sie alle erleben intensive Glücksmomente im Alltag, indem sie sich über Kleinigkeiten freuen. Über die Lockenfrisur ihrer Tochter/Schwester, wie sie ihre Augen öffnet, wie gerne sie Schokoladenpudding isst oder wie sehr sie pürierte Pizza mag. Nachdem die Eltern mit Mühe und Not einen Kindergartenplatz gefunden haben, wird sie jeden Tag mit ihrem Rollstuhl in den Kindergarten gefahren. Diese Familie ist mit ihrer behinderten Tochter wahrscheinlich glücklicher wie so manche andere Familie.

Powerpoint, Buchführung, Rechnungswesen, Organisation, Wirtschaftsenglisch, …
Seit September besucht meine bessere Hälfte eine Abendschule in Wirtschafsinformatik, und zwar zweimal wöchentlich abends und alle 14 Tage samstags. An diesen Tagen darf ich mich am Herd betätigen und die Kinder bekochen. Bei Salat und Gemüse bin ich noch nicht allzu fit, aber dafür habe ich die ansonsten so häufig verbreiteten Nudeln mit Gehacktessoße vermieden. Auf dem Speiseplan standen beispielsweise Apfelpfannkuchen, selbst gemachte Käsespätzle oder Bundnudeln mit Lachs und Champignons. Gelegentlich habe ich sogar Koch-Blogs besucht, um Anregungen zu erhalten. Mit der Abendschule hat sich ohnehin die Tagesgestaltung geändert. Abends gehen wir gemeinsam Übungen in Wirtschaftsenglisch durch. Sonntags lasse ich mir erklären, wie man Animationen und Hyperlinks in Powerpoint unterbringt. Jahrzehntelang zurück liege ich mit meinem Wissen, welches die Unterschiede zwischen einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, einer offenen Handelsgesellschaft, einer Kommanditgesellschaft und einer stillen Gesellschaft sind. Unsere größte Herausforderung ist das Zeitmanagement, die Hausarbeit und die anderen Dinge des Alltags zu erledigen.

Größenwahnsinnige Baustelle
In diesem Post hatte ich über die Baustelle berichtet, auf der in Troisdorf ein neues Einkaufszentrum gebaut werden sollte. Das Einkaufszentrum ist nun fertiggebaut worden. Solchen Einkaufpassagen mit einem Maximum an Einzelhandelsflächen kann ich im allgemeinen nichts abgewinnen. Wie Freunde erfahren mussten, liege ich mit meiner Sichtweise vollkommen gegen den Trend. Ein neuer SATURN war dort eröffnet worden, und sie wollten sich nach CDs, DVDs und so weiter umschauen. Dieser Versuch schlug gründlich fehl, denn nach der Neueröffnung staute sich der Autoverkehr dermaßen in die Innenstadt hinein, dass sie entnervt umkehrten und irgendwo anders in CDs und DVDs herum stöberten.

Kommentare:

  1. Es gehört schon eine Portion Mut dazu, ganz persönliche Dinge öffentlich zu schreiben, aber ich wünsche Marita alles Liebe und Gute für ihren Neuanfang, sie ist ihrem Herzen gefolgt und das ist das Wichtigste. Der Schmerz wird weniger werden und sie kann die schönen Seiten des Lebens wieder genießen. :-)

    Immer interessant, wenn man den Monat mal Revue passieren lässt. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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  2. Von der Themenwoche habe ich auch ein wenig mitbekommen. Glück ist ein sehr interessantes Thema. Schon vor einigen Wochen habe ich in einer Andachte eine kleine Geschichte dazu gehört: Kinder hatten die Hausaufgabe, jemanden glücklich zu machen und dann darüber zu schreiben. Oma und Opa wollten aber am allerliebsten ihre Ruhe —> Unverständnis… hihi Ja, Gück ist für jeden Menschen etwas Anderes, zumindest kann es sich sehr untescheiden.
    Ich hoffe, deiner Frau geht es auch gut. Eine zeitlang wirkte es in deinen Posts so, als sei sie sehr überlastet.
    Danke für deinen cmt.: Interessant, dass du an das Thema "Blutspenden" denkst, weil ich das ja nicht geschrieben hatte. :D War auch keine Blutspende. ;)
    Tröste dich, viele Menschen haben es auch noch nie getan und einige werden es auch nie tun, z.B. weil sie zu wenig haben...
    Interessant am Thema Blutspende finde ich z.B. die Verkäufe. :( Das wurde mal beim DRK bekannt. Bei Kleidung ebf. :(
    Zu deiner Antwort: Allein in der Kälte kannst du erfrieren. Da brauchst du dir nur etwas im Bein zu brechen, niemand findet dich im Wald, Handyempfang hast du auch nicht, dann wird es schnell dunkel…
    Gruss aus Wieczoranien, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  3. Habe ich doch auch gleich mal geschaut und kann nur wieder einmal den Kopf schütteln wenn Menschen solch unqualifizierte Worte und dazu noch anonym abgeben ;-) Ich finde es gut dass sie es gemacht hat, gerade dieser Weg ist wohl für ihr Dorf genau das Richtige. Ich persönlich geben zwar hin und wieder auch etwas von mir preis, aber im Post selber weniger.

    Mit dem Einkaufszentrum und dem Verkehr kann ich mir gut vorstellen. So weiß ich noch von dem Chaos als damals in HB Saturn aufgemacht hat. Was ich nie verstehe ist dass die Planer nicht vorher schon solche Situationen überdenken und eine Lösung finden um sowas ein wenig auszuschließen. Wobei ich jeder Neueröffnung grds. aus dem Weg gehe. Lieber ein wenig warten und entspannt einkaufen^^

    Liebe Grüssle

    Nova

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  4. Hallo Dieter, da hast du allerdings recht, dass sich innerhalb der Familie die lustigsten, lebhaftesten und interessantesten Dinge abspielen....aber dies alles öffentlich machen, würde ich mir schon überlegen.

    Das mit der Abendschule hat sich bei uns auch mal so ähnlich abgespielt....ich muss schon sagen, dein Speiseplan ist Klasse...pass nur auf, wenn du das so perfekt hinbekommst, bleibt dir die Aufgabe eventuell für immer :))
    Herzlichst MinaLina

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  5. Ja, bei der Themenwoche "Glück" hab ich mir oft Gedanken zum Thema Glück gemacht, irgendwie ist das Thema ganz schön kompliziert, obwohl so einfach. Der Post von Marita reiht sich perfekt in die Themenwoche ein :-).
    Wirtschaftsinformatik klingt nicht spannend...
    Und bei mir zu Hause kocht auch der Mann, meistens. Er hat da mehr Geduld als ich.

    Wünsche Dir einen schönen Abend!

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