Sonntag, 9. Juni 2013

Hochwasser

Die Fernsehbilder waren oder sind erschreckend. An Isar, Donau, Mulde, Saale, Elbe ging vielerorts der Kampf gegen die Flut verloren. Deichbrüche, großflächige Überschwemmungen, Evakuierungen, historische Pegelstände, die Katastrophenmeldungen nehmen kein Ende. Am Rhein sind solche Schreckenszenarien ausgeblieben. Es sind keinerlei Wohngebiete überschwemmt worden. Bedingt durch die Regenmassen vom Schwarzwald bis zum Spessart, ist das derzeitige Hochwasser des Rheins noch höher als diejenigen im Winter. Da der Wasserstand von 8,30 Meter (Kölner Pegel) überschritten wurde, musste sogar die Schifffahrt eingestellt werden. Seitdem ich in dieser Gegend wohne, kann ich mich nicht daran erinnern, dass der Rhein jemals im Juni Hochwasser geführt hat, zumindest nicht in einem solchen Ausmass. Hochwasser beschränken sich sonst auf die Winter- oder Frühjahrsmonate. Da die Hochwasserlage nicht angespannt ist, kann ich das Naturschauspiel genießen.


Felder stehen unter Wasser.



Ein Rheinarm ist über die Ufer getreten.

  
Die Fluten markieren einen Trampelpfad zum Rhein.



Hier endet die Straße.


Die Rutsche auf dem Spielplatz führt geradewegs in Wasser.


Zwei Schwäne stolzieren in der Sonne und im Wasser.


Streuobstwiesen ähneln Mangrovensümpfen.


Das Sonnenlicht sticht in die überflutete Auenlandschaft hinein.


Von der Autobahnbrücke aus bildet der Rhein eine Seenplatte.


Zum China-Restaurant auf dem Rhein gelangt man nur über einen Steg.


7,30 Meter bis 10,13 Meter, so gewaltig ist der Unterschied von jetzt zum Rekord-Hochwasser 1993 im letzten Jahrhundert.


Wie so viele andere Abschnitte, steht auch die Uferpromenade unter Wasser.

Kommentare:

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  2. Hallo Dieter,

    es macht den Anschein als hätten sich die Rheinländer irgendwie anders mit ihrem Fluss arrangiert. Auf diese Überschwemmungen könnte man sicher getrost auch verzichten und ich drücke die Daumen, dass euch Schlimmeres erspart bleibt!

    Liebe Grüße,
    N.

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  3. Ja, 1993 an Weihnachten das war schon sehr schlimm, aber für uns persönlich war das von 1988 das schlimmste, denn es war das erste in unserem frisch renovierten alten Haus in einem alten Rheinarm. Gut, es war sauberes Grundwasser, das durch die Kellerböden kam & unseren neuen Heizkessel & Waschmaschine zu beschädigen drohte. Mein Mann sah zuerst wie gelähmt den sirrenden, aufsteigenden Bläschen im Wasser zu, das die Böden überflutet hatte. Wir wussten zwar von Nachbarn, dass die Keller dieses Hauses immer mal unter Wasser standen, hatten es aber zuerst mit den kaputten Rohrleitungen im Haus in Zusammenhang gebracht.
    In der Folge legten wir Pumpensümpfe an, kauften zwei Pumpen, gossen höhere Betonsockel für alle elektronischen Geräte und Kellerregale & entfernten vom Boden alles, was nicht feucht werden durfte.
    Bei besagtem Weihnachtshochwsser war dann nur noch nervig, dass die Spülmaschine, das Spülbecken in der Küche und das Gäste - WC wegen Rückstau der Abwasserleitungen nicht benutzt werden konnten ( und das bei vielen Gästen ). Wir fuhren aber am 2. Feiertag zu meinen Eltern und ließen im Haus die Pumpen weiter laufen.
    Spätere Rheinhochwasser machten sich dann weniger bemerkbar, weil am Zoo eine neue Pumpe gebaut worden war, die die Situation in den Altrheinarmen entlastete.
    Schlimm war auch damals mein Bruder in Beuel bedroht durch eine Reinigung im Hinterhaus mit ihrer ganzen Chemie...
    Ich mag mir das alles gar nicht mehr ansehen, dieses Elend. Und alles AUCH menschengemacht mit unserer Unvernunft.
    LG
    Astrid

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  4. Von Rhein und Mosel kennt man ja, dass sie Hochwasser führen, aber in diesem Juni ist es wirlich extrem. An die Lage im Osten der Republik mag man gar nicht denken. Einfach schlimm, was die Menschen dort ertragen müssen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich recht bald die Lage wieder entspannen wird. Die Schäden, die das Hochwasser zurücklässt, sind einfach unermesslich.

    Liebe Grüße
    Christa

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  5. Wie schon bei mir geschrieben geht es mir ziemlich nah was ich aus den Medien mitbekomme. Einfach furchtbar, aber nun sollte wirklich mal Umdenken angesagt sein. Ist ja nicht das erste Mal (ok, nicht so heftig), aber die Natur rächt sich halt. Ich hoffe es ist bald vorbei und die Menschen bekommen unbürokratische Hilfe.

    Liebe Grüssle

    Nova

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  6. Ja, wir haben wirklich Glück. Furchtbar was im Moment im Süden und Osten des Landes los ist. So viele Menschen verlieren ganze Existenzen :-(
    Da zeigt sich mal wieder, dass der Mensch eben doch nicht alles beherrscht und die Natur einfach gewaltig ist.

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  7. Lieber Dieter, die Bilder aus den Hochwasserregionen sind wahrlich schlimm. Die armen Menschen... man kann es sich kaum vorstellen... Habe gestern Abend im TV eine Talkrunde zu diesem Thema verfolgt, wie wenig Fläche in den Uferbereichen zum Aufsaugen des Hochwassers zur Verfügung steht... das ist schon ein Verbrechen!!!
    Da sind wir hier mit unserem Flüsschen, der Sieg, gut bedient. Die Sieg ist zwar streckenweisen in den 70er. 80ern, begradigt worden, kann aber die Wassermassen meist gut abführen ... in den Vater Rhein.

    Das sind trotz alledem sehr schöne Fotos!
    LG Marita

    PS: Gratulation zur zweiten Katze!
    Wir bekommen bals auch ein kleines Kätzchen... mal sehen, was Luke dazu sagen wird... ( grins)

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  8. Es ist einfach schrecklich, wie es im Osten aussieht, in Magdeburg z.B. Wie aber auch Astrid schreibt ... vieles ist menschengemacht, worauf ich jetzt aber in Einzelheiten nicht eingehen will. Eigenartig ist es immer, dass sogar Hochwasserbilder schön sein können (deine 'Mangroven', die Spiegelungen), wenn nur nicht die Schäden für die Menschen wären. Aber ... s.o.
    Hier in Köln war die Schifffahrt bei diesem Hochwasser nicht gesperrt. Beim Höchstwasserstand von 7,65 KP durften sie noch fahren. Aber jetzt weiß ich, warum bei uns an den Kais so viele Schiffe lagen. Am nächsten Tag waren sie alle weg.
    Hochwasserstände sieht man übrigens auf der hervorragenden Website einer rheinlandpfälzischen Behörde:
    http://www.hochwasser-rlp.de/hoechststaende/uebersicht/flussgebiet/rhein/teilgebiet/mittelrhein

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  9. uups....er will mein kommi nicht!?

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  10. also nochmal!
    ich bin zwiegespalten...als "fotograf" sieht man solche bilder nicht oft, ..aber in gedenken an die vielen menschen mit ihren schicksalen, läuft es einem eiskalt den rücken runter!
    LG

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  11. Hallo Dieter, Hochwasser im Juni am Rhein das ist selten, erinnere mich das er im Sommer mal zu trocken war, aber an Hochwasser im Sommer kann ich mich nicht erinnern.
    Wenn die Menschen nicht mal umdenken werden uns diese Bilder wohl begleiten.

    Schlimm was in anderen Teilen unseres Landes los ist, mir tun die Menschen leid. Hoffe es geht bald vorüber und die Normalität kehrt zurück.

    Liebe Grüße
    Angelika

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  12. Hallo (◠‿◠)!
    Die Medienberichte u.v.a. das Bildmateriel über das Hochwasser hat auch bei mir viel Mitgefühl und Anteilnahme ausgelöst. Die Natur wehrt sich, und das mit viel Kraft und Macht. Es ist einfach nur grauenvoll! Das Leid der Flutopfer lässt sich natürlich weder nachempfinden oder auch nur erahnen, wenn mensch selbst nicht betroffen ist. Dennoch sind meine Gedanken bei den Betroffenen, und ich hoffe sehr, dass die Hilfsaktionen bald greifen, und die Menschen wieder zur Ruhe finden....

    Gruss, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  13. Erschreckende Bilder! Auch hier standen ein paar Äcker unter Wasser, weil der Grundwasserspiegel so sehr angestiegen war. Der Dauerregen hat zu einigen Erdrutschen geführt. Aber alles nicht so schlimm, wie das Hochwasser entlang der großen Flüsse!
    LG Calendula

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  14. What is happening to our planet?
    Here, in Buenos Aires, also are being flooded areas I had never done. They have unleashed torrential rains in feww minutes then everything overflow, water enters into houses... it's horrible and frightening..
    Precisely and paradoxically, in recent times important works were made to avoid this, but now was flooded in places that never happened. I think the planet is very angry.
    Greetings, dear friend.

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