Mittwoch, 19. Dezember 2012

Bombenanschlag


Morgenstund’ hat Gold im Mund, dachte ich mir, als ich unbeschwert durch die Fußgängerzone radelte. Bis mir der Schreck in die Glieder fuhr: kurz vor acht radelte ich zwei Polizisten geradewegs in ihre offenen Arme.

Wieder eine Ordnungswidrigkeit. Ich ärgerte mich, dass ich die beiden Polizisten nicht früher gesehen hatte. Doch ihre Reaktion verblüffte mich: „Gucken Sie besser, dass Sie die Bomben finden“ meinte der eine in einem Singsang von Bonner Dialekt, der mit seinem melodischen Tonfall beruhigend auf mich wirkte.

Der Polizist hatte bestimmt Recht. Nach dem missglückten Bombenanschlag, der nun eine Woche zurücklag, hatten sich die Prioritäten verschoben. Konnte man sich noch ohne Angst vor Terroranschlägen über den Weihnachtsmarkt bewegen ? Könnte nicht genauso irgendein Heiliger Krieger des Islam im Menschengewimmel von dem Glühweinstand eine Bombe zünden ?

Schrecklich.

Am Tage des Bombenfundes war der Schock ausgeblieben. Im Büro war ich im Internet auf die Bombe aufmerksam geworden. Mir waren mehr die praktischen Dinge vorgeschwebt. Ob öffentliche Verkehrsmittel fuhren oder ob ich mein Fahrrad nehmen musste, um durch die bleischwere Dunkelheit nach Hause zu fahren. Ich war erleichtert, dass die Straßenbahn fuhr, ich machte einen Abstecher zum Stoffladen, um knallrotes Band für die zu nähende Einkaufstasche zu kaufen, der anschließende Bus kam ohne nennenswerte Verspätung. Das hatte mich beruhigt.

Entsetzen und Grauen packten mich zwei Tage nach dem Bombenfund. In allen Medien geisterte die Schlagzeile durch die Gegend, die Bombe sei an Gleis 1 gezündet worden, aber nicht explodiert. Ich war fassungslos. Als ich in Köln gearbeitet hatte, hatte ich regelmäßig an Gleis 1 auf meinen Regional-Express gewartet. Hier an Gleis 1 hätte Grausames geschehen können wenn die Bombe mit ihrer Sprengkraft die Menschenmasse in Fetzen aseinander gerissen hätte.

Bei den Ermittlungen der Täter sickerte nichts durch, was mich beruhigte. Tatverdächtige wurde wieder freigelassen. Der Generalbundesanwalt schaltete sich ein. Die Fahndung lief auf Hochtouren. Weitere Verdächtige am Tatort wurden gesucht. Widersprüchliches wurde in Rundfunk und Fernsehen gemeldet: ein Verdächtiger aus der islamischen Extremistenszene in Langenfeld wurde festgenommen, weil er sich weit entfernt von Gleis 1 aufgehalten hatte, es gab aber keinen Zusammenhang zum Bombenanschlag; aus seiner Anwesenheit wurde nun im Umkehrschluss die islamischer Extremistenszene in Verbindung gebracht (was für eine Logik !).

Was sollte das ? Die Erkenntnis, dass Bonn eine Hochburg islamischer Extremisten in NRW ist, war nichts Neues. Wer aufmerksam Tageszeitung liest, wurde regelmäßig über die Untergrundszene in Bonn informiert. Diese Beiträge hatte ich sogar gesammelt, um irgendwann darüber etwas in meinem Blog zu schreiben. Nun hatte ich Gelegenheit, dieses Thema aufzugreifen, aber vollkommen anders, als ich es mir vorgestellt hatte.

Der Weg führt in die Elendsviertel nach Islamabad, Khartum oder Algier, wo die Bevölkerung explodiert und wo insbesondere der jungen Generation keinerlei Perspektive geboten werden kann. Bombenbau, Sprengstoffattentate, Heiliger Krieg: diese Zielsetzungen klingen griffiger als die Volkswirtschaft in Gang zu bringen, die Massen mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen, technischen Fortschritt zu implementieren oder Industrien anzusiedeln. Bombenbau, Sprengstoffattentate, Heiliger Krieg: was wir in Europa in der Reformation und danach an Glaubenskämpfen durchstehen mussten, wird nun rund 400 Jahre danach recycled, mit der neuen Religion des Islam angereichert und nach Europa zurück exportiert. Wie auf einer Ameisenstraße, sickert die Extremistenszene aus Pakistan, Somalia oder Mali nach Europa, schwappt in Ausbildungsläger in die Heimatländer zurück, fügt sich in Deutschland oder sonst wo wieder zusammen, Grüppchen und Splittergruppen formieren sich, in den Zeiten des Internet kann man grenzenlos planen und miteinander kommunizieren. Ja, sogar Anleitungen zum Bombenbau finden sich im Internet.

Salafisten habe sich mittlerweile bundesweit verbreitet. Deren Splittergruppen EZB (Einladung zum Paradies) und DWR (die wahre Religion) breiten sich in Bonn aus, ohne dass sie jemand daran hindert. Im April warben die Salafisten in Fußgängerzonen für neue Mitglieder, im Mai kam es bei einer Demonstration in Bonn-Mehlem zu Bürgerkriegs-ähnlichen Krawallen mit der rechtsextremen Partei ProNRW, als Karikaturen von Mohammed gezeigt wurden. Da zwei Polizisten mit Messerstichen verletzt wurden, wurden Salafisten inhaftiert und Strafverfahren eingeleitet.

Daher ist als Motiv für den Bombenanschlag auch ein Racheakt gegen das Durchgreifen der deutschen Justiz denkbar. In Blogs wird der deutschen Justiz vorgeworfen, dass sie mit den Nazis quasi zusammenarbeitet, weil ihr die Mittel des Rechtsstaates fehlen: http://unserekorruptewelt.wordpress.com/category/islam-hetze/
Sie sprechen von Hetzpropaganda gegen den Islam, Verbrechen im Islam wie das Zeigen von Mohammed-Karikaturen würden nicht geahndet.

Mit Islamisten und Salafisten und Extremisten findet der Verfassungsschutz ein breites Betätigungsfeld.

Mir war unwohl, als ich mein Fahrrad über den Weihnachtsmarkt schieben wollte. Grüppchen und Splittergrüppchen wollten uns mehr als 400 Jahre in das Mittelalter zurück katapultieren. Bilderstürmer, Protestanten ergriffen die Macht in katholischen Fürstentümern, Katholiken begingen Massaker an Protestanten, Dreißigjähriger Krieg. Offensichtlich arbeiteten bei uns in NRW islamische Kräfte daran, solche Zustände wieder herzustellen.

Dies tat mir Leid für unsere multikulturelle Gesellschaft, die ich als Bereicherung empfand. Am Tag der offenen Moschee hatte ich mir vor einiger Zeit eine Moschee von innen angesehen. Wunderbar ! Regelmäßig spazierte ich an Obst- und Lebensmittelläden aus dem vorderen Orient vorbei, die unvergleichlich bunt und farbenfroh wirkten. Auf unseren hiesigen Arbeitsmärkten waren Türken und andere islamische Arbeitskräfte begehrt wie nie. In unserer alten Nachbarschaft wohnte eine Familie mit zwei Kindern aus Syrien, mit denen wir uns gut verstanden hatten. Islam ? Ja, gerne. Aber bitte nicht diese Heiligen Krieger.

„Fahren Sie ruhig weiter durch die Fußgängerzone“ ließ der Polizist ruhig den Morgen angehen. „Ich könnte Ihnen auch ein Knöllchen verpassen, ich bin auch Fahrradpolizist … im Moment haben wir wichtigeres zu tun.“

Ich fuhr weiter, nutzte sein Angebot, morgens um 8 Uhr unbedrängt durch die Fußgängerzone radeln zu können. Danach war mir jedes Mal mulmig zumute, als ich über den Weihnachtsmarkt schritt. Islam versus Christentum. Wohin mochte diese Reise führen ?

Dienstag, 18. Dezember 2012

noch sieben Tage bis Weihnachten


Ich muss eingestehen, dass es mir mittlerweile eiskalt den Rücken herunter läuft, wie kurz die restliche Zeitspanne bis zum Weihnachtsfest ist.

In der letzten Woche hatte ich noch die Abende gemütlich angehen lassen: nach dem Abend essen Spülmaschine laufen lassen, die Kleine ins Bett bringen, Geschichte vorlesen (Meisterdetektiv Kalle Blomquist), Beine vor dem Fernseher hochlegen, Post zu Ende schreiben und Spannendes aus anderen Blogs lesen. Hektik ? Fehlanzeige. To do-Liste ? Was bis Weihnachten abzuarbeiten war, stand nicht auf meinem geistigen Radar.

Samstag Morgen Weihnachtsbaum einkaufen. Während Frau sich beim Friseur verschönern ließ, schaute ich beim Bauernhof um die Ecke vorbei, spazierte zwischen Endlos-Reihen von Nordmann-Tannen herum und wählte eine möglichst dichte Tanne aus, die so schwer war, dass ich sie bis zu Haus tragen konnte.

„Viel zu licht in Augenhöhe“ kommentierte meine Göttergattin unseren Weihnachtsbaum, der geradezu einen Urwald darstellte im Vergleich zu demjenigen, den ich letztes Jahr bei Knauber gekauft hatte.

„Manch einer der Herren hat vor einem Jahr Knauber mit einem Krüppel von Weihnachtsbaum verlassen“ erinnerte ich mich an letztes Jahr. „Heikles Thema in so manchen Familien“ entgegnete meine Göttergattin und sie korrigierte sich, dass ich meine Aufgabe im Vergleich zum Vorjahr bestens erledigt hätte.

Sonntags putzen, dekorieren, und abends wurde mir schließlich bewusst, wie sehr uns die Zeit wegrannte. Seit Jahrzehnten verschenken wir Bastelkalender mit unseren Familienfotos, in diesem Jahr sollten es fünf Stück sein. Abends wählten wir an meinem Laptop die Fotos aus, wobei meine Göttergattin hellauf begeistert von den Collagen in Picasa war. Einerseits konnte sie mir für meinen Blog wertvolle Tipps für neue Gestaltungsmöglichkeiten geben, andererseits verflog die Zeit so sehr, dass wir ausgiebige drei Stunden für einen Adressaten benötigten.

Ernüchtert fuhr ich am nächsten Tag ins Büro und schrieb alles auf, was in den sieben Tagen bis Heiligabend zu erledigen war. Dabei sträubte sich mein Inneres gegen diese To do-Liste, als sei es eine Strafarbeit.

Plätzchen backen hatten wir gestern nicht geschafft, unsere größte Baustelle war das Gästezimmer, das aufgeräumt werden musste.

Ich nahm mir vor, möglichst vieles im Laufe des Tages anzupacken. Immerhin schaffte ich es in der Mittagspause, in einer Buchhandlung ein Geschenk für meine Mutter zu besorgen. Für zwei Bastelkalender, die uns noch fehlten, bezahlte ich bei Mc Paper einen irrsinnig hohen Preis (5,95 €). Bei Woolworth und einen anderen Schreibwarengeschäft waren sie bereits ausverkauft. Über Nerven wie Drahtseile musste ich im Postamt verfügen, denn die Warteschlange stand ungefähr bis zur Straße. Zur Post musste ich nur wegen drei läppischen Briefen, die nichts mit Weihnachten zu tun hatten. Hätte ich mir denken können, anderswo in Zeitschriftenläden oder Supermärkten gab es auch Briefmarken. Zur Hetze und zur Eile kam nun auch die Unüberlegtheit. Unüberlegt, oder vielmehr vergesslich, war ich bei der einen Fotoserie, die wir gestern Abend geschafft hatten. Ich ließ schlichtweg den USB-Stick mit den Fotos im Büro liegen. Das war also nichts. So rasch wie möglich, mussten wir die restlichen vier Kalender Abend für Abend abarbeiten. Die Fotos würden dann in einem größeren Paket entwickelt werden – hoffentlich bis zum Weihnachtsfest.

Ich war entsetzt, denn für unser kleines Mädchen hatte ich noch kein Geschenk. Am liebsten hätte ich ihr einen Besuch im Weihnachtszirkus geschenkt, doch die 40 € Eintritt pro Person empfand ich als Abzockerei. Lego hätte ich ihr sonst gerne geschenkt, doch von Lego for Friends besaß sie bereits alles. Ich rätselte vor mir her, was sie von Lego noch nicht hatte.

Ich hatte kaum Zeit zum Atemholen. Genervt registrierte ich, dass die Zeit wegrannte. Ich gestand mir ein, dass sich dieselbe Prozedur Jahr für Jahr wiederholte. Bis ungefähr eine Woche vor Weihnachten war ich vollkommen ruhig und unberührt, als hätten wir in aller Gelassenheit gelernt, damit umzugehen.

Ungefähr eine Woche vor Weihnachten überrollte mich alles. Meine Gattin war nicht weniger im Stress. Diese Woche jeden Tag arbeiten im 400 €-Job plus Fortbildung vom Arbeitsamt. Zusätzlich Stunden bei der Fortbildung herausarbeiten – dort wird ein Anwesenheitskonto geführt -, damit sie Dienstag Nachmittag bei der Weihnachtsfeier mit ihren Kollegen dabei sein kann. Neben Kochen und  Waschen abends Einkaufstaschen nähen, die als Weihnachtsgeschenke verplant sind. Als ob dies noch nicht genug sei, kam Zahnschmerz dazwischen, der sich mit seiner Heftigkeit steigerte. Harmlos, aber streßbedingt, meinte die Zahnärztin. Ihr Zahnfleisch war entzündet; es wurde mit einer Salbe mit einem fürchterlichen Geschmack eingerieben. Zwei Zahnarzttermine, zweimal Krankschreiben, damit das Anwesenheitskonto bei der Fortbildung nicht ins Minus rutscht. Meine Göttergattin rettet sich von Tag zu Tag.

Den Rest geben mir die Bürokraten. Irgendwie glauben diese, ihre Kundschaft in der Vorweihnachtszeit damit beglücken zu können. Riester-Rente: Samstag erhielten wir ein Schreiben von der HUK, dass im alten Jahr noch 60 € auf den Vertrag meiner Göttergattin eingezahlt werden müssen, damit sie die Grundförderung von 154 € erhält. Muss noch erledigt werden. Rentenversicherung: angestoßen durch den 400 €-Job, hat meine Frau von der Rentenversicherung 18 Seiten Formulare und jede Menge Kleingedrucktes erhalten, ob sie in der Zwischenzeit gearbeitet hat. Wir erinnern uns, dass wir uns vor rund einem Jahr durch ähnliche Berge von Papier gekämpft haben und diese an die Rentenversicherung zurückgeschickt hatten. Was soll das ? Krankenversicherung: meine Krankenkasse weigert sich, eine Rechnung von 300 € zu erstatten, weil es sich um kieferorthopädische Leistungen handelt. Auf meine schriftliche Bitte, die Rechnung zu erstatten, hat sie mir drei Leistungsnummern mit einem Rechnungsvolumen von 100 € genannt, die kieferorthopädischen Leistungen zuzuordnen sind. Der Rest ? Kindergartenbeiträge: damit die Nachzahlung für die Jahre 2009 und 2010 berechnet werden kann, soll ich Einkommensteuerbescheide vorlegen. Das Jugendamt soll gefälligst warten.

Die Bürokraten schaffen es, mich vollends in die Wüste zu schicken. Sie bringen mich auf den Boden der Tatsachen zurück, dass es nicht ohne To do-Liste funktioniert. Orientierungslos, würde ich mich sonst verrennen. Sonst würde ich mich unter dem Weihnachtsbaum mit den Formularen der Rentenversicherung befassen.

Samstag, 15. Dezember 2012

Michaelskapelle

Hätte ich nicht den Artikel im General-Anzeiger gelesen, wäre ich niemals auf die Michaelskapelle aufmerksam geworden. Es ging um die Dachsanierung. Über mehrere Jahre hinweg drang Feuchtigkeit durch die Decke ein, welche die barocken Deckenmalereien zu zerstören drohte.

Durch Spenden und durch einen Förderverein wurde versucht, die Kosten von 450.000 € zusammen zu kratzen. Nachdem dies nicht gelang, konnte der Restbetrag über ein Sonderprogramm des Bundes zum Denkmalschutz finanziert werden. Die Dachsanierung konnte nun in Angriff genommen werden.

Nachdem ich mich weiter mit der Michaelskapelle befasste, lernte ich, dass es ungefähr die einzige Kapelle aus der Epoche des Barock im Rheinland ist, die solch schöne Stuckarbeiten und Deckenmalereien aufweist.

Versteckt im Wald, liegt sie am Fuß der Godesburg. In der Luftlinie etwas mehr wie einhundert Meter von der Hauptstraße entfernt, war ich zig-mal bei meinen Rennradtouren an ihr vorbeigefahren. Das war aber zur warmen Jahreszeit, wenn all das Astwerk und Blätterwerk den Blick auf die Kapelle verdeckte. Daher hatte ich sie nie bemerkt.

Im 17. Jahrhundert erbaut, kann sie in einem Atemzug mit den großen und kleinen Barockkirchen der Oberschwäbischen Barockstraße genannt werden. Auch im Rheinland gibt es somit Einzelexemplare solch schöner Kirchen und Kapellen zu bestaunen.


Da wegen der Dachsanierung eingerüstet, habe ich von außen die Kapelle nicht fotografiert. Dieses Foto habe ich von einem Plakat im Inneren der Kapelle abfotografiert. Es zeigt bereits von außen, welches Schmuckstück diese Kapelle ist.


Dieser Blick öffnet sich von der Eingangstüre ins Innere der Kapelle.


Der Blick in die entgegengesetzte Richtung vom Altarraum aus …


Der Altar zeigt seine barocke Überfülle.


Die beiden Nebenaltäre sind nicht weniger prächtig.


Leider habe ich die beiden Gemälde auf den Nebenaltären nicht identifizieren können.




Dies sind die Deckenmalereien und Stuckarbeiten, die einzigartig im Rheinland sind.


Die Bibel ist noch aufgeschlagen.


Der Förderverein wird mit seinem Hilferuf aufatmen, weil der Bund die fehlenden Gelder bereitstellt.

Unterhalb der Godesburg und mitten im Wald gelegen, ist die Michaelskapelle beliebt für Hochzeiten. Das Ambiente ist einzigartig, auf der Godesburg können Hochzeiten gefeiert werden, von der Godesburg aus hat man einen prächtigen Blick ins Rheintal und auf das Siebengebirge.

Ich habe festgestellt, dass es sich lohnt, in der Tageszeitung zwischen den Zeilen zu lesen und in der näheren Umgebung Neues zu entdecken.

Freitag, 14. Dezember 2012

die Schlacht von Zülpich


Große Schlachten im Rheinland ? So denn die Geschichte eine derbe Aneinanderreihung von Kriegen, Gräueltaten und Vernichtungsfeldzügen ist, so fand sie natürlich auch im Rheinland statt. Die Schlacht bei Zülpich war eine solche große Schlacht, die die europäische Landkarte für Jahrhunderte, ja, sogar Jahrtausende verändern sollte.

Die Schlacht bei Zülpich setzt auf Zerfall und Auflösung auf. Im Gegensatz zum oströmischen Reich, hatten sich die Römer aus West- und Mitteleuropa im 4. Jahrhundert zurückgezogen. In diese Vakuum drangen zunächst germanische Volksstämme ein. Aber es setzte auch die Völkerwanderung quer durch Europa ein. Wandalen, Angeln, Sachsen, Langobarden, Goten oder Hunnen bedrohten die Umrisse des römischen Reiches von der Peripherie aus.

Als sie sesshaft wurden, waren Ackerbau und Viehzucht die vorherrschende Wirtschaftsform. All die technischen Errungenschaften der Römer wie Siedlungsbau, Straßenbau, Transport, Wasserversorgung, Bäder, Heizung oder Kanalisation gerieten in Vergessenheit. Römische Städte wie „acquae grannum“ (Aachen), „castra bonnensia“ (Bonn)  oder „colonia claudia ara agrippinensium“ (Köln) verfielen zusehends.

Im 4. Jahrhundert hatten sich germanische Stämme am Rhein zu größeren Stammesverbänden zusammengezogen, die in römischen Quellen „franci“ genannt wurden. Die Stammesverbände der Franken breiteten sich von Rheinland weiter bis nach Belgien und Frankreich aus.

Diese Stammesverbände waren lose, singulär, wirtschaftlich rückständig, durch ausbeuterische Abhängigkeiten zwischen Bauern und Landbesitzern geprägt. Einen Pflug kannte man bei der Feldarbeit nicht, genauso wenig kamen Pferde zum Einsatz. Sie einte aber die von außen eindringenden Feinde – wie Hunnen oder Vandalen. Die Einigung ging sogar soweit, dass sie sich mit den übriggebliebenen Strukturen der römischen Armee zusammentaten, um gegen die äußeren Feinde wie Hunnen oder Wandalen zu kämpfen.

Das Christentum befand sich auf dem Rückzug. Während die Römer über die römisch-katholische Kirche den christlichen Glauben verbreitet hatten, gab es in diesen germanischen Stammesverbänden einen regelrechten Wildwuchs von Göttern.

Ausgehend von Gallien, wo die Auflösungserscheinungen des römischen Reiches nicht so weit fortgeschritten waren, wurde man sich wieder des römischen Erbes bewusst. Reims und Metz – beides waren Römerstädte – auch Soissons und Orléans wurden zu neuen geistigen Zentren mit katholischen Bischöfen.

Wie sonst so oft in der Geschichte, bedurfte es Kriege und Kämpfe und eines genialen Strategen, um den Flickenteppich von fränkischen Herrschaftsgebieten zu vereinigen. Dies gelang dem Herrschaftsgeschlecht der Merowinger. Erst war es Merovich, dann Childerich, ihm folgte der geniale Stratege und Feldherr Chlodwig. Im Jahr 496 schuf er in der  Schlacht von Zülpich – übrigens auch eine Römerstadt - die wesentliche Festigung seines Herrschaftsbereichs. Auf den Schlachtfeldern von Zülpich besiegte er die Alamannen, das waren ähnlich lose zusammengefügte germanische Volksstämme im Südwesten Deutschlands – vor allem in Baden-Württemberg. Genau genommen, ist nicht genau nachgewiesen, ob die Schlacht tatsächlich bei Zülpich geschlagen worden ist, da die Siedlungsgebiete der Alamannen zu weit entfernt lagen. Zülpich war in den Chroniken des Bischofs Gregor von Tours genannt worden, der über diese Schlacht berichtete. Da die handelnden Personen richtig in seinen Chroniken wieder gegeben worden waren, konnte bis heute nie widerlegt werden, dass es die Schlacht bei Zülpich jemals gegeben hat.

Nach der Schlacht von Zülpich entstand ein Staatengebilde, das sich von Zentral- und Nordfrankreich über Belgien bis ins Rheinland erstreckte. Chlodwig war selbst Heide. Als Bekenntnis zum römischen Erbe, wozu auch das Christentum gehörte, ließ er sich in Reims taufen.

Man kann dieses Staatengebilde als Vorläufer des heutigen Staates Frankreich bezeichnen, wenngleich sich die heutige romanisch-germanische Sprachgrenze erst im 11. Jahrhundert heraus gebildet hat. Paris wurde zunehmend zum politischen Zentrum dieses Franken-Reiches.

So wird heute in Paris an mehreren Stellen an die Schlacht von Zülpich erinnert. Es ist eigens eine Straße „rue de Tolbiac“ mit einem breiten Boulevard nach der Schlacht von Zülpich benannt worden. Als der Pariser Louvre 1837 eröffnet wurde, gehörte das Gemälde „Die Schlacht von Zülpich“ zu seiner Erstausstattung. Genauso befindet sich im Panthéon ein Wandgemälde mit der Schlacht von Zülpich.

Große Schlachten im Rheinland haben so ihre Kreise gezogen. Rund 300 Jahre später wurde dieses Franken-Reich noch erweitert. Karl der Große schuf das Heilige Deutsche Reich römischer Nation und ist im Rheinland gekrönt worden.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Glockentürme (7) - Lakenhal in Ieper / Belgien


Katzen von einem Glockenturm herunter werfen ? Das klingt unglaublich, es ist aber eine jahrhundertealte Tradition in Ieper in Belgien.

Zwischen 1200 und 1304 erbaut, ist die Lakenhal (=Tuchhalle) von Ieper eine der größten profanen Gebäude Europas im gotischen Stil. Die Lakenhal verkörpert bis heute Glanz und Größe der ehemaligen Hansestadt, die gemeinsam mit Brügge und dem Wissen der Kaufleute reich geworden ist. Etwa 50 Kilometer südlich von Brügge gelegen, könnte man Ieper als kleine Schwester von Brügge vergleichen, wenngleich der Reichtum dieser Schwester-Stadt im Mittelalter immens gewesen sein musste.

Ieper wuchs und gedieh ab dem 11. Jahrhundert, als sich über die Hansestädte Warenmärkte in ganz Europa öffneten. Der Seehandel blühte auf mit größeren Verladekapazitäten auf den Koggen, Kompaßkarten erleichterten die Navigation, feste Steuerruder setzten sich im Heck durch, mit größeren Segelflächen gelang es immer besser, gegen den Wind zu segeln. Kostbare Waren wie Stoffe, Glaswaren, Porzellan, Waffen, Gewürze, Wein oder auch Tuche wurden zu Wasser transportiert. Die Wirtschaftsräume von Ostsee und Nordsee wurden miteinander vernetzt, der Fernhandel wurde von Exportgewerbeorganisationen dominiert. Die Fernhandelskaufleute leiteten ihre Geschäfte von einem Handelskontor aus.

Im Schatten der Nordsee, war Flandern durchzogen von Flussniederungen, die ideale Anbaubedingungen für Flachs boten. Über den Handelsverkehr wurde zudem aus dem nahen England Wolle importiert. Aus Flachs wurde Leinen gesponnen. Die Tuchmanufakturen in Flandern spezialisierten sich auf hochwertige, schwere Tuche, die in ganz Europa reißenden Absatz fanden. Die Tuchproduktion lief auf Hochtouren, in jeder Türöffnung der Lakenhal wurden diese zum Verkauf angeboten. Die Fernhandelskaufleute organisierten Verkauf und Schiffstransport und erzielten schwindelerregende Gewinnspannen, so dass die Hansestädte Flanderns zu den reichsten Europas gehörten.

1692 wurde in Ieper die Turmspitze auf dem siebzig Meter hohen Belfried in ihrer heutigen Form erbaut. Gestaltet mit einem durchbrochenen Helm und einem Drachen, befindet sich in dem Glockenturm ein Glockenspiel mit 49 Glocken. Im ersten Weltkrieg wurde die ganze Stadt mitsamt der Lakenhal zerstört und in den folgenden Jahrzehnten originalgetreu wieder aufgebaut. Heutzutage spielt das Glockenspiel jede Viertelstunde das flämische Stück „het Iepers tuindaglied“.

Als der Zugang zur Nordsee versandete, teilte Ieper dasselbe Schicksal mit Brügge. Polder schoben sich ins Meer hinein, die keine Fahrrinne für ausreichend breite Kanäle freiließen. Das war ungefähr im 17. Jahrhundert. Der Handel mit Tuchen kam zum Erliegen, die Städte hinter dem zurückgewichenen Meer verarmten und versanken in Bedeutungslosigkeit.

In dieser Epoche entstand das Ritual, Katzen vom Glockenturm herunter zu werfen. Es war die dunkle Zeit von Aberglauben, Hexerei und Ketzerei. Katzen streunten so zahlreich herum, dass sie zur Last wurden, und man brachte sie mit Hexen in Verbindung. Katzen schärften die Vorstellungskraft, so dass die Menschen in Ieper Zeichen von schwarzer Magie sahen: schwarze Katzen liefen ihnen über den Weg, die dunkle Wolken aufwirbelten, und in diesen dunklen Wolken steckte der Teufel.

So entstand im 17. Jahrhundert der Brauch, Katzen vom siebzig Meter hohen Glockenturm in Ieper herunter zu werfen, um den Teufel zu vertreiben. Ähnlich wie bei Hexen, wurden sie in einem grausigen Schauspiel anschließend auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Im Lauf der Jahrhunderte griff der Geist der Aufklärung um sich, so dass sich die Menschen in Ieper der Brutalität ihres Vorgehens bewusst wurden. Fortan wurden nur noch Plüschkatzen vom Glockenturm geworfen.

In den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte sich daraus der „Kattenstoet“, eine Art von Volksfest mit einem Festumzug durch Ieper, bei dem sich alles um Katzen dreht. Diese Tradition des „Kattenstoet“ wird bis in die heutige Zeit im Drei-Jahres-Rhythmus fortgeführt.

Riesen marschieren bei dem Umzug im Mai mit, ähnlich wie im rheinischen Karneval schlüpfen jede Menge Fußgruppen und Musikkapellen in Katzenkostüme, auf geschmückten Wagen wird die Rolle von Katzen in der Geschichte, in fremdländischen Kulturen und in Legenden erzählt.

Der Höhepunkt nähert sich alle drei Jahre, wenn ein Stadtnarr in einem Narrenkostüm Plüschkatzen von dem siebzig Meter hohen Glockenturm hinunter wirft. Dann ist die Begeisterung der Menschenmenge auf dem Groten Markt nicht mehr zu bremsen.


Montag, 10. Dezember 2012

Schnee im Rheinland

Wenn drei Schneeflocken vom Himmel tanzen, dann herrscht Verkehrschaos, so lautet eine Kölner Redensart. Das stimmt durchweg, denn die weiße Pracht verzaubert zwar den Rheinländer, er weiß aber nicht damit umzugehen. Die Köln-Bonner-Bucht ist bei gewissen Wetterlagen die einzige Schnee-freie Zone in Deutschland, wenn der Rest des Landes tief verschneit ist. Daher ist Schnee dem Rheinländer in seinem tiefsten Inneren suspekt. Er braucht seine Zeit, um sich an die ungefähr eine Woche Schnee im Jahr zu gewöhnen – wenn überhaupt eine Woche zusammen kommt.

Den Autofahrern merkt man dies an. Da gibt es den übervorsichtigen Typen, der bei ungefähr drei Schneeflocken im Schritttempo daher kriecht und den übrigen Verkehr lahm legt. Das andere Extrem ist genauso verbreitet: diejenigen, die Glatteis und Schneeglätte schlichtweg ignorieren, findet man rasch im nächsten Straßengraben wieder. Das vernünftige Mittelmaß eines den Witterungsverhältnissen angepassten Autofahrers findet man hierzulande eher selten.

Letzten Freitag kam die Probe aufs Exempel. Eine Schneefront überquerte NRW und verdichtete sich längs der Rheinschiene. Für die 15 Uhr-Vorstellung hatten wir Karten für das Kölner Hänneschen-Theater mitten in der Altstadt. Zunächst die Fahrt mit dem Auto zur Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 7 in Porz-Zündorf . Dort begannen die Probleme, denn die Linie 7 fiel wegen eines Verkehrsunfalls aus. Weiterfahrt mit dem Auto zur S-Bahn-Station in Köln-Porz-Wahn. Wir staunten, denn die S-Bahn kam im dichten Schneetreiben pünktlich. Doch unsere Freude währte nur kurz. Drei Stationen vor dem Kölner Hauptbahnhof stoppte die S-Bahn mitten im Niemandsland. Während zahllose andere Bahnen vorbeifuhren, hinderte sie 15 Minuten lang eine unsichtbare Macht am Weiterfahren. Da wir sehr rechtzeitig zu Hause losgefahren waren, hielt sich die Verspätung im Hänneschen-Theater in Grenzen. Wir verpassten nur die ersten sieben bis acht Minuten.

Nachdem das Stück „Kölsche Engelcher“ zu Ende war und nachdem uns der Schnee auf dem Kölner Weihnachtsmarkt verzauberte (siehe Post von gestern), begann dasselbe Spielchen von vorne. Welch ein Wunder ! Die S-Bahn fuhr pünktlich am Hauptbahnhof ein und erreichte genauso pünktlich Köln-Porz-Wahn. Wir schaufelten die Fensterscheiben unseres Auto vom Schnee frei. Die zähe Masse von Schnee bedeckte die Fahrbahn und ließ kaum eine Fahrspur frei. Im Schneckentempo ging die Fahrt heimwärts. In vorsichtigem Abstand tuckerten die Autos hintereinander. Die flirrenden Striche des Schnees wehten schräg zur Fahrtrichtung. Das Scheinwerferlicht blähte sie zu dicken, fetten Flocken auf, die hartnäckig auf der Fahrbahn liegen blieben.

Ein Kreisverkehr, noch ein Kreisverkehr. Dann Bremslichter, mitten im Feld und mitten im undurchdringlichen Schneegestöber. Wir standen. Das war ähnlich wie in der S-Bahn auf der Hinfahrt. Im Gegenverkehr kamen uns ab und an Autos entgegen, bis ein LKW-Fahrer die Geduld verlor, am Stau vorbeifuhr, wobei er merkte, dass er nicht weiterfahren konnte und sich in eine Lücke kurz vor uns hineinquetschte. Mit dem kastenartigen Aufbau des LKW’s war uns die Sicht vollends versperrt. Wir standen vor uns hin, der Schnee häufte sich fleißig an, und selbst im Flachland regte sich ein Stückchen Angst, eingeschneit zu werden. Noch bullerte die Heizung in unserem Auto, noch war unser Tank reichlich gefüllt, noch griffen unsere Reifen beim Anfahren. Aber ging dies den anderen Autofahrern genauso ? Im Radio hatte ich zuletzt gehört, dass wegen der allgemein milden Winter 25% der Autofahrer noch mit Sommerreifen fuhren.

Schrittweise begann sich der Stillstand aufzulösen, als das Blaulicht eines Polizeiautos zwischen dem Dickicht der Schneeflocken hindurch flackerte. In der Tat war Böses geschehen. Vor und in dem nachfolgenden Kreisverkehr waren ein 7,5-Tonner und drei PKW’s böse aneinander geraten. Sie fanden sich kreuz und quer verteilt im Straßengraben wieder, ein PKW hatte sich einmal um die Achse gedreht und versperrte den Kreisverkehr. Die Polizei lotste den Verkehr einspurig an dem Haufen havarierter Autos vorbei.

Nicht ganz so schlimm, zeigte der nächste Kreisverkehr wieder seine hinterhältige Seite. Querstehend, war ein PKW auf den Fahrradweg geschliddert. Diesmal war eine ausreichend große Fahrspur frei, damit wir vorbeifahren konnte. Ein Stück weiter, gerieten wir selbst ins Rutschen, doch die Bordsteinkante verhinderte, dass wir geradeaus weiterrutschten und warf uns in die Spur des Kreisverkehrs zurück. Wir atmeten durch, und wenige Minuten später erreichen wir unser Zuhause.


Unvorbereitet wie wir waren, ereilte uns am nächsten Morgen die nächste Überraschung. Unser Auto hatten wir draußen stehen lassen, und bei zehn Grad Minustemperatur waren die Schlösser zu einem Eisklotz gefroren. Wir brauchten eine Wärmeflasche und eine gehörige Portion Geduld, bis der Autoschlüssel unser Auto geöffnet bekam. Wir mussten ohnehin unsere Einkäufe an die Fortbewegungsmöglichkeiten im Schnee anpassen. An Fahrradfahren war bei der spiegelglatten Fahrbahn nicht zu denken. Selbst beim Autofahren musste man bei dem gefrorenen Untergrund höllisch aufpassen. Die Idee unseres kleinen Mädchens war genial: Schlitten fahren. Also erledigte ich einen Teil unserer Einkäufe mit Einkaufstasche und Schlitten und unserer Kleinen, die reichlich Spaß hatte. Alles mögliche bewarf sie mit Schnee auch ich war davon nicht ausgenommen. Die Einkäufe dauerten zwar einiges länger, aber wir kehrten Heil zu Hause zurück und hatten unseren Spaß gehabt.


Wechselhaft, wie das Wetter war, erwischte uns am nächsten Tag die nasse Seite. Die Temperaturen kletterten über die Null-Grad-Marke. Zehn Zentimeter Schnee schmolzen dahin und lösten sich in ein Nichts auf. Davor hatte sich der Schnee in Matsch verwandelt und wir hatten uns bei dem unangenehmen Wetter nicht vor die Türe getraut.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Schnee in Köln

Es war ein seltenes Ereignis im Rheinland. Schneegestöber über Köln. Der Wind wirbelte die Flocken auf, die hart und entschlossen vom Himmel rieselten. Das war selten, dass die Minusgrade sich durchsetzten und der Schnee liegen blieb.

Mit der Bahn waren wir angereist, wir stapften durch die Kölner Altstadt, wir mogelten uns durch die engen Gassen zum Hänneschen-Theater. Im dritten Jahr nacheinander schauten wir uns das Weihnachtsmärchen an. Hänneschen, Bärbelchen, die Engelschar im Himmel, Tünnes, Schääl und all die anderen Puppen ließen die Zuschauer herzhaft lachen. Zum Schluß sangen alle zusammen das Weihnachtslied „Morgen, Kinder, wird’s was geben … „.

Als das Stück vorbei war, schlenderten wir über den Kölner Weihnachtsmarkt zurück zum Hauptbahnhof. So etwas hatte ich noch nie erlebt: den Kölner Weihnachtsmarkt im dichten Schneetreiben.


Schnee bedeckt das Kopfsteinpflaster im Martinswinkel.


Das Hänneschen-Theater (Puppenspiele) blickt auf eine lange Tradition zurück und besteht seit 1802.


Auf der Puppenbühne singen Tünnes, Schääl, Speumanes und die anderen Puppen das Weihnachtslied.


Im Schnee eingehüllt, sind die Konturen von Willi Millowitsch im Bronzedenkmal kaum zu erkennen.


Zwischen Lichterketten und Bäumen spinst das Kinderriesenrad hervor.


Die Stuhlreihen auf dem Heumarkt sind dick verschneit.


Manche Gäste suchen ein warmes Plätzchen im Restaurant am Heumarkt.


Die Lichterketten am Heumarkt nehmen kein Ende.


Blau und schneebedeckt erstrahlen die Bäume am Alten Markt.


Jan von Werth grüßt von seinem Denkmal am Alten Markt.


Dies ist der Eingang des Weihnachtsmarktes am Alten Markt.


Diese Fahrräder sind im Schnee kaum wieder zu erkennen.


Der Kölner Dom verschwimmt im Schneegestöber.