Montag, 9. Juli 2012

Wochenrücklblick #27

Grüne Bonbons
In unserem Garten sind die Erbsen reif. Unsere Kleine isst praktisch alles Gemüse aus unserem Garten gerne, auch Erbsen, und zwar roh. Da unsere Erbsen klein und rund und schön grün sind, hat meine Frau sie auch als grüne Bonbons bezeichnet. Als die beste Freundin unserer Kleinen bis uns war, wollte unsere Kleine Erbsen roh essen.
Frage an die beste Freundin:
„Möchtest du Erbsen aus unserem Garten essen ?“
„Nein.“
„Möchtest Du grüne Bonbons ?“
„Ja.“
Meine Frau holte die Erbsen aus dem Garten und die Freundin aß die grünen Bonbons.
„Woher kommen die grünen Bonbons ?“
„Aus unserem Garten.“
„Aber Bonbons kommen nicht aus dem Garten.“
„Das sind Erbsen.“
„Nein, dann mag ich die nicht.“


Zeugnisse und eine Urkunde
Heute haben die Ferien begonnen und in der letzten Woche wurden gleich mehrere Zeugnisse ausgegeben. Mit dem Zeugnis unseres Sohnes in der Berufsschule waren wir sehr zufrieden, denn er brachte nur gute und befriedigende Noten nach Hause. Unser kleines Mädchen zeigt zwar durchaus adäquate Lernfortschritte beim Lesen, Schreiben und Rechnen. In ihrem Zeugnis rügt ihre Klassenlehrerin aber, dass sie sich zu wenig im Unterricht beteiligt und zu zögernd, unsicher und ängstlich ist. Die Ursache sehen wir darin, dass es traditionelle Unterrichtsformen mit einem Lehrbuch oder einer Lernfibel, die mit den Schülern Seite für Seite durchgegangen wird, offensichtlich nicht mehr gibt. Anstatt dessen werden wird ein selbstständigeres Lernen gefördert, indem die Lerninhalte ausschließlich mit Hilfe von Arbeitsblättern erarbeitet werden. Da sie nicht so kontaktfreudig ist, kommt sie insbesondere nicht mit denjenigen Arbeitsblättern klar, die in Gruppenarbeit zu erarbeiten sind. Das Thema ist nicht neu. Immerhin hat unsere Kleine es zuletzt auf die Reihe bekommen, regelmäßig die Arbeitsblätter mit nach Hause zu bringen, so dass wir kontrollieren können. Ein sehr schönes Zeugnis mit Pu Bär, Tigger, Ente und Klaviertasten am Rand hat sie von ihrer Klavierlehrerin bekommen. Von ihrem Schwimmlehrer hat sie noch eine Urkunde mit einer Ente für ihren  Schwimmkurs erhalten.

Schulchor
Am Tag der Zeugnisausgabe erhielt meine Frau gegen 11.45 Uhr von der Klassenlehrerin einen Anruf, dass sie sie in der Schule abholen solle. Innerlich bereitete sich meine Frau auf das schlimmste vor –Arm gebrochen, den Kopf voller Blut, ab ins Kinderkrankenhaus. Nein, es kam anders. Unsere Kleine war im Schulchor und am letzten Schultag durfte sie im Schulchor mitsingen. Davor war Pause. In der Pause war sie nicht auf Toilette gewesen. Als sie danach mit dem Schulchor auf die Bühne trat, wollte sie auf Toilette gehen. Sie musste aber solange warten, bis der gesamte Auftritt des Schulchors, der über eine halbe Stunde dauerte, vorbei war. Lange schaffte sie es einzuhalten. Kurz vor Schluss des Auftritts brach es dann aus ihr heraus. Klatschnass lief es aus ihrem schönen Kleid heraus, auf das sie so stolz war, es bei ihrem Auftritt anziehen zu können. Sie war glücklich, als ihre Mama da war. Und die Mama war glücklich, dass nichts schlimmeres passiert war.

Im Radio
In SWR1 – Der Abend – wurde über das Kommunikationsverhalten von Jugendlichen berichtet. Eine Gruppe von 20 jungen Leuten, die um die 20 Jahre alt waren, feierten die Rückkehr einer Freundin aus den USA. Die Gruppe traf sich in einem Café in Alzey (bei Mainz). Ein Reporter beobachtete ihr Kommunikationsverhalten eine Stunde lang und redete mit der Gruppe. Auffällig war, dass während dieser Stunde durchgängig nur 2/3 der Gruppe am Tisch saß. Die Abwesenden waren aufgestanden und telefonierten mit dem Handy. Die 2/3, die am Tisch saßen, redeten aber nur sehr spärlich miteinander. Es kamen kaum Diskussionen auf. Die Kommunikation lief nahezu ausschließlich über Handys und Smartphones ab. Einige telefonierten mit dem Handy am Tisch. Anstatt mit den Freunden am Tisch zu reden, wurden Mails oder SMS’n geschrieben. Umgekehrt wurde auch der Maileingang gecheckt. Eingehende Mails wurden dann direkt wieder beantwortet. Manche scrollten in Facebook oder surften auf anderen Internet-Seiten. Als eine 20 jährige auf die Sinnhaftigkeit eines solchen Kommunikationsverhalten angesprochen wurde, meinte sie:
„Das ist Multi Tasking …
… möglichst vieles gleichzeitig machen


Senfmühle in Köln
Die Senfmühle in Köln hat uns geholfen, die Lücke auszufüllen, wenn wir irgendwo eingeladen sind und wenn wir nicht wissen, welches Geschenk wir mitbringen sollen. Unserer Meinung nach werden viel zu oft Geschenkekörbe oder Gutscheine oder eine Flaschen Wein verschenkt. Das Angebot an Senf in der Kölner Senfmühle ist vielfältig - beispielsweise kann man dort Wabensenf oder mittelalterlichen Senf oder Weihnachtssenf kaufen. Man kann das Senfangebot dort direkt probieren, und dabei ist mir aufgefallen, dass die Variation auch in unserem Haushalt lecker schmeckt., So kann Mettwurst, Brühwurst oder Frikadelle mit neuen Senfsorten variieren, was für den Geschmack eine Bereicherung darstellt. Wir hoffen, dass unsere Senf-Geschenke bei den Beschenkten auch gut angekommen sind.



Kommentare:

  1. Taktischer Fehler deine Frau, sie hätte die grünen Bonbons nicht als Erbsen dem Mädel verkaufen sollen. *g*

    Was soll man machen, wenn man dringend muss und nicht gehen kann, alles menschlich.

    Ich finde, mit einem solchen Geschenk aus der Senfmühle kommt man bestimmt überall an.

    Ich wünsche dir eine schöne Woche, lieber Dieter. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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  2. wieder interessante Themen.
    Zum Thema Erbsen oder Bonbons fällt mir ein, dass man mit geschlossenen Augen gar nicht so leicht erkennt was man isst oder trinkt. Ein Spiel das eurer Kleinen mit Freundin bestimmt auch Spaß macht.
    Das schöne bunte Zeugnis und die Urkunde - sowas baut auf - tut einfach gut. Da wird man zu Jemandem gemacht ... na du weißt schon wie ich das meine. Es hilft einfach.
    Das Thema Kommunikationsverhalten ... ja ... da verändert sich die Welt fortlaufend. Ich mag manches so nicht machen, weil es mir nichts bringt. Aber der Jugend bringt es was. Unseren Eltern hat manches was wir als Jugendliche gemacht haben auch nichts gebracht oder gesagt.
    Beim Thema Behindertenwohnheim sehe ich es genauso wie du. Man sollte sich rühren wenn einem was nicht passt oder wenn man was nicht versteht. Ich weiß von meiner Arbeitszeit her, dass es oft große Missverständnisse gibt weil man zu wenig miteinander spricht. Wenn man miteinander redet lässt sich vieles machen und ändern.

    liebe Grüße von Heidi-Trollspecht

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  3. Kommunikation ist eine unserer wichtigsten Werkzeuge, egal ob zwischen Eltern/Kind, Eheleuten, Generationen oder Arbeitgeber/Arbeitnehmer um jetzt nur mal die kleinsten Kreise zu nennen.

    Euer Senfgeschenk war mit Sicherheit eine gute Idee. In Düsseldorf gibt es einen Senfladen vom Düsseldorfer Löwensenf, die haben auch verschiedene Geschenksenftöpfe in etlichen Variationen im Angebot die ich auch schon als Geschenk mitgebracht oder sogar verschickt habe. Das waren Überraschungen die bisher immer gut angekommen sind. So wird es auch bei Euch sein.

    Viele Grüße
    Nachtfalke

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