Freitag, 22. Juni 2012

Monschau


Der Aufstieg Monschaus geschah, als die Reformation die europäische Kirche tief gespalten hatte. 1598 hatte der Bischof im katholischen Aachen protestantische Tuchfabrikanten aus der Stadt heraus geworfen. Etwa 40 Kilometer weiter südlich fanden die protestantischen Tuchmacher ideale Bedingungen für die Herstellung von Tuchen: das Wasser der Rur, und vor allem jede Menge Schafe auf den kargen Höhen der Eifel, die alles Grüne fraßen und viel, viel Wolle brachten. Monschau stieg auf und wurde im 18. Jahrhundert im Rheinland eine der führenden Städte in der Textilproduktion. Bis Napoleon das Rheinland eroberte und die Monschauer Tuchfabrikanten zwang, Textilien nach Frankreich zu exportieren, die mit wertlosen Staatsanleihen bezahlt wurden. Nach dem Niedergang Napoleons verlagerten sich die Schwerpunkte der Textilindustrie an den Niederrhein, so dass Monschau in einen Dornröschenschlaf verfiel. Abseits industrieller Ballungsräume, ist Monschau bis heute kaum aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. So ist eine Museumsstadt aus dem 18. Jahrhundert bis heute konserviert worden. Durch die Gassen Monschaus zu schlendern, ist wunderschön.


... der Postkartenblick von Monschau ...





… Fachwerkhäuser …


... Treppenaufgänge ...


… ganzjährig gibt es sogar ein Weihnachtsgeschäft …

… das Rote Haus – ein repräsentatives Bürgerhaus aus dem 18.Jahrhundert …

Kommentare:

  1. In Monschau hab ich Verwandschaft dritten Grades und war noch nie da - wie ich sehe, hab ich was verpasst.

    AntwortenLöschen
  2. Was für ein traumhafter Ort! Ich liebe Fachwerk und überhaupt gut Erhaltenes aus längst vergangenen Tagen!!!

    Hab noch einen schönen Abend und ein wunderbares Wochenende!
    Traude

    AntwortenLöschen
  3. Das sehe ich schon an den schönen Fotos, dass es Spaß macht durch diese kleine Stadt zu schlendern. Die Umgebindehäuser vermitteln so wie so eine heimelnde Atmosphäre.
    Ich wünsche Dir mit deiner Familie ein wunderschönes Wochenende, viele Grüße aus Ostsachsen, Ulrike

    AntwortenLöschen
  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Zu viele Fehler *lach*

      Tolle Athmosphäre! Leider haben wir hier im Norden kaum solche schönen alten Orte...

      VG
      micha

      Löschen
  5. Ich kenne Monschau nicht, aber es ist mit Sicherheit, ein wundervolles Fachwerkstädtchen und durch deinen geschichtlichen Hintergrund erfahren wir auch etwas, wofür Monschau berühmt war oder vielleicht auch noch ist.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünscht dir

    Christa

    AntwortenLöschen
  6. Ein liebes Hallo

    und vielen Dank für deine netten Grüße und Kommentar!

    Es sind so viele Menschen, die sich für meine Themen interessieren. Einige Schreiben Kommentare, die meisten bleiben verborgen. Es ist sicherlich übertrieben zu sagen, ich würde gern alle kennen lernen, aber interessieren würde schon, wer ihr seid und was euch auf meine Seite treibt.

    Ich wünsche dir eine schöne Woche und hoffe, dass du all das erledigt bekommst, was du dir vorgenommen hast – mit viel Liebe von Herzen ♥ Monika

    AntwortenLöschen
  7. Noch ein kleiner Nachtrag zu Monschau, dort gibt es ein Geschäft, in dem Senfsorten aus eigener Produktion verkauft werden. Manche Sorten sind sicher ziemlich ausgefallen aber andere sind ein himmlisches Vergnügen, wenn man mal etwas anderes als nur "scharf" oder "mittelscharf" probieren möchte und immer eine willkommene Kleinigkeit zum Verschenken.

    Liebe Grüße Arti

    AntwortenLöschen
  8. Monschau ... habe ich mir gleich mal notiert :-)
    Es gibt so viele schöne Städte und Gegenden zu entdecken.
    Danke für die Info und die tollen Bilder
    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

    AntwortenLöschen